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Brasilien setzt auf Tests aus Lübeck

Zika-Virus Brasilien setzt auf Tests aus Lübeck

Im Kampf gegen das Zika-Virus will Brasilien auf neue Diagnosetests aus Deutschland setzen. Wie die Gesundheitsbehörde Anvisa am Mittwoch mitteilte, werde man landesweit Antikörper-Tests des Unternehmens Euroimmun aus Lübeck zulassen.

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Im Kampf gegen das Zika-Virus will Brasilien auf neue Diagnosetests aus Deutschland setzen.

Quelle: Noah Seelam/ AFP

Brasília/Lübeck. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben das „weltweit erste Komplett-Paket für den serologischen Nachweis von Zika-Virus-Infektionen entwickelt“.

Neben Zika sollen mit dem Testsystem in Brasilien auch das Dengue- und das Chikungunya-Fieber schneller festgestellt werden können. Mangelhafte Diagnosetests sind ein Grund dafür, dass es in dem weltweit am stärksten betroffenen Land bisher nur grobe Schätzungen zur Zahl der Infektionen gibt — Zika steht im Verdacht bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei deren Babys auszulösen. Symptome für eine Infizierung sind Hautrötungen, Fieber und Gelenkschmerzen. In rund 80 Prozent der Fälle bleibt eine Infektion aber unbemerkt.

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Allein in Brasilien könnten bis zu 1,5 Millionen Menschen bereits mit dem Zika-Virus infiziert sein.

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„Es ist das erste Mal, dass die Vermarktung dieser Produkte zugelassen worden ist“, sagte der Vertreter des Unternehmens in Brasilien, Gustavo Janaudis, der Deutschen Presse-Agentur. Die Regierung von Staatspräsidentin Dilma Rousseff steht unter Druck, wegen der Zika-Ausbreitung Schutz- und Diagnoseverfahren zu verbessern. Die Zahl bestätigter Schädelfehlbildungen seit Oktober 2015 liegt bei 404, davon hatten sich mindestens 17 Frauen in der Schwangerschaft mit Zika infiziert.

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