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Unterrichtsversorgung soll besser werden

Neues Schuljahr Unterrichtsversorgung soll besser werden

Gut aufgestellt: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ernst sieht die Schulen im Norden gerüstet fürs neue Schuljahr. Dank zusätzlicher Lehrer soll die Unterrichtsversorgung für alle Schüler besser werden. Und der Deutschunterricht für Flüchtlingskinder wird ausgebaut.

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Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hantiert bei der Landtagssitzung in Kiel mit ihren Akten.

Quelle: dpa

Kiel. Trotz der hohen Zahl an Flüchtlingskindern soll sich die allgemeine Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr in Schleswig-Holstein weiter verbessern. „Wir sind in diesem Jahr von deutlich gestiegen Flüchtlingszahlen ausgegangen und sind zum Schuljahresbeginn sehr gut aufgestellt“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), die am Donnerstag in Kiel einen Ausblick aufs neue Schuljahr gibt. Mit zusätzlichen Bundesmitteln für Flüchtlinge seien 240 Lehrerstellen an den allgemeinbildenden Schulen geschaffen worden. „Sonst könnten wird unser vorrangiges Ziel, die Unterrichtsversorgung für alle zu verbessern, nicht erreichen.“

Hinzu kämen insgesamt 350 Lehrerstellen an den sogenannten DaZ-Zentren, an denen Flüchtlingskinder anfangs Deutsch lernen. Die Zahl der Deutsch-als-Zweitsprache (DaZ)-Zentren — sie sind oft an normale Schulen angedockt — werde zum Schuljahresbeginn am 1. September von zuletzt 84 auf rund 100 steigen. „Dabei folgen wir den Kommunen, wo sie jeweils neue Flüchtlingsunterkünfte errichten“, sagte Ernst. Schleswig-Holstein rechnet mit bis zu 25 000 Flüchtlingen, davon dürfte fast ein Drittel Kinder und Jugendliche sein.

Seit dem Start der SPD, Grünen, SSW-Landesregierung 2012 wachse die Zahl der Lehrerstellen kontinuierlich, sagte Ernst. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 sollen es insgesamt fast 1000 Stellen mehr sein. Die Ministerin verwies darauf, dass Schleswig-Holstein die 36,4 BAföG-Millionen, die das Land durch die Kostenübernahme des Bundes pro Jahr einspart, komplett ins Bildungssystem stecke.

„Wenn die Flüchtlingszahlen sich aber weiter deutlich nach oben entwickeln, brauchen wir erneut Unterstützung des Bundes“, sagte Ernst. Die 240 Lehrerstellen sind zunächst bis Ende Januar 2017 befristet.

Für eine schnelle Integration von Flüchtlingskindern sind Deutschkenntnisse die entscheidende Voraussetzung, unterstrich Ernst. „Wir werden deshalb auch die Lehrerstellen in den Erstunterkünften ausbauen.“ Außerdem habe das Land mit den Wohlfahrtsverbänden einen Vertrag geschlossen, Freizeit- und Lernangebote für Flüchtlingskinder in der unterrichtsfreien Zeit zu organisieren. „Auch diese Zeit soll genutzt werden, möglichst schnell Deutsch zu lernen, denn davon hängt die Folge-Integration ab“, sagte Ernst. Die Verbände erhalten 1,5 Millionen Euro dafür, 500 000 Euro bekommen die Beruflichen Schulen für DaZ-Zentren.

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