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Bestand im Wattenmeer steigt weiter

Bruterfolge bei Löfflern Bestand im Wattenmeer steigt weiter

Die Löffler fühlen sich im Wattenmeer offensichtlich wohl. Auch dieses Jahr brüteten mehr der leuchtend weißen Vögel in der Region als in den Vorjahren, teilte die Naturschutzgesellschaft „Schutzstation Wattenmeer“ am Montag mit.

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Der Löffler hat seinen Namen von seinem eigenartig geformten Schnabel.

Quelle: Peter Hering/ dpa

Husum. „Mit 227 Brutpaaren wurde in diesem Jahr ein neuer Höchstbestand erreicht“, sagte Biologe Klaus Günther. Im Vorjahr seien 205 Paare gezählt worden. Löffler sind in Schleswig-Holstein „Neubürger“. Erst seit dem Jahr 2000 lassen sich die Zugvögel im Wattenmeer nieder. Früher lebten sie in Europa vor allem am Neusiedler See (Österreich), in Südspanien, Ostengland und in den Niederlanden.

Die weißen Ibisvögel brüteten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer in vier Kolonien. Die größte war diesen Sommer mit 116 Brutpaaren auf der Insel Trischen im Dithmarscher Wattenmeer, gefolgt von Föhr mit 41 Brutpaaren, sowie den Halligen Südfall und Oland mit 37 beziehungsweise 33 Brutpaaren. Ein bis zwei Jungvögel seien pro Brutpaar flügge geworden. Insgesamt konnten die Löffler 300 bis 350 Küken, die sie vor allem mit Garnelen füttern, erfolgreich großziehen, sagte Günther.

Seinen Namen hat der Löffler von seinem eigenartig geformten „Sensor“-Schnabel: Auf der Innenseite der abgeplatteten Schnabelspitze sitzen hoch empfindliche Sinneszellen, die nicht nur auf Berührung reagieren, sondern sogar die Bewegungen von weiter entfernten Beutetieren im Wasser registrieren können. Mit ihm „schlabbert“ er die Nahrung beim Gehen aus dem flachen Wasser heraus, indem er seinen Kopf mit geöffnete Schnabel schnell von einer Seite zur anderen bewegt.

Der größte Teil der Löffler hat sich Ende September auf den Flug gen Süden in die Überwinterungsgebiete gemacht. Im Beltringharder Koog und anderen Feuchtgebieten an der Küste haben Vogelfreunde jedoch immer noch gute Chancen, Löffler-Trupps zu entdecken, sagte Günther: Im letzten Winter konnten erstmals fast durchgängig Löffler im Wattenmeer beobachtet werden.

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