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Stau bei Asylanträgen

Schleswig-Holstein Stau bei Asylanträgen

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein fordert, dass Flüchtlinge schneller ihre Asylanträge stellen können. Zurzeit vergingen bis zu zwei Monaten, bis der Asylantrag überhaupt gestellt werden könne. Der Grund: Personalmangel im Bundesamt für Migration.

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Bis über einen Asylantrag entschieden ist, dauert es in Schleswig-Holstein im Schnitt 7,9 Monate – im Bundesschnitt sind es aber nur 5,3 Monate.

Quelle: Ina Fassbender/dpa

Kiel. Weil sich die Zahl der Flüchtlinge massiv erhöht hat, sollten 30 Stellen in der Außenstelle des Bundesamtes für Migration zusätzlich geschaffen werden. Doch bislang seien erst drei davon besetzt, kritisiert Martin Link vom Flüchtlingsrat. Das erschwere das Verfahren für die Asylsuchenden, aber auch für alle anderen Beteiligten unnötig. Denn die Außenstelle des Bundesamtes befindet sich wie die Erstaufnahmeeinrichtung  in Neumünster. Normalerweise sollen die Flüchtlinge vor Ort gleich ihren Asylantrag stellen und dann auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden. Doch weil die Erstaufnahme aus allen Nähten platzt, müssen die Flüchtlinge Neumünster schneller verlassen und Platz für andere Neuankömmlinge machen.

Durch den Personalmangel ist es nicht möglich ist, kurzfristig einen Asylantrag zu stellen. Also müssen die Flüchtlinge später aufwendig aus allen Teilen des Landes dafür wieder nach Neumünster reisen. Vor allem aber verlängert der Bearbeitungsstau im Bundesamt für Migration die Wartezeit: Bis über einen Asylantrag entschieden ist, dauert es in Schleswig-Holstein im Schnitt 7,9 Monate – im Bundesschnitt sind es aber nur 5,3 Monate.

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