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Polizisten aus SH retten Flüchtlinge

Samos Polizisten aus SH retten Flüchtlinge

Bundespolizisten aus Schleswig-Holstein haben Donnerstag 15 Personen von einem Felsen der griechischen Insel Samos in der Ägäis gerettet. Die Aktion war äußerst gefährlich und forderte den Besatzungen der Bundespolizeiboote "Uckermark" und "Börde" alles ab.

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Bundespolizisten retteten Flüchtling auf Samos.

Quelle: Bundespolizei

Samos/ Bad Bramstedt. Die Beamten sind im Zuge der Frontex-Mission "Poseidon Rapid Intervention" auf der griechischen Ägäis-Insel Samos eingesetzt. Als der Notruf um 16.55 Uhr Ortszeit bei der Leitstelle der Bundespolizei auf Samos einlief, entschied der Einsatzleiter sofort auszulaufen, um schnellstmöglich den Einsatzort zu erreichen. Nach Einschiffen der griechischen Verbindungsoffiziere liefen "Uckermark" und "Börde" um 17.45 Uhr mit Höchstfahrt zum Ereignisort. "Als die Boote eintrafen, war zunächst nichts zu sehen. Plötzlich entdeckte ein Beamter der ,Uckermark' mehrere Personen etwa 60 Meter über Seehöhe auf den Felsen", sagte ein Sprecher.

Das Gelände ist dort sehr steil und unwegsam, sodass die Menschen weder hoch noch herunter kommen konnten. Der Einsatzleiter entschied, drei Beamte mit dem Tochterboot an Land zu bringen. Dies war äußerst gefährlich, da die Felsen in diesem Bereich sehr scharfkantig sind und Gefahr bestand, dass das Tochterboot beschädigt werden würde. Die Bundespolizisten erklommen den Berg, um zu den Menschen zu gelangen. Als sie ankamen, stellten sie fest, dass es sich um eine siebenköpfige syrische Familie handelte, darunter eine ältere Frau und drei kleine Kinder. Alle Personen waren in einer schlechten körperlichen Verfassung und brauchten dringend Flüssigkeiten. Die Frau klagte über Schmerzen am Bein.

Foto: Der Abstieg war gefährlich

Der Abstieg war gefährlich.

Quelle: Bundespolizei

Daraufhin entschied der Einsatzleiter, dass zwei weitere Beamte Wasser und Sanitätsausrüstung bringen sollten. Zur gleichen Zeit näherten sich Höhenretter der griechischen Feuerwehr über die Felsen. Da der Weg über den Berg zu gefährlich war, musste eine neue Route gefunden werden. Der Hang war sehr steil und mit Geröll übersät. Die Bundespolizisten fanden eine seitliche Route, die einen halbwegs sicheren Abstieg ermöglichte. Die ältere Frau musste mit einem Seil gesichert werden, da sie den Abstieg nicht alleine bewerkstelligen konnte.

Mittlerweile Bestand die Gefahr, dass die Aktion bis in die Dunkelheit hinein andauern würde. Dann wäre nach Angaben des Sprechers eine weitere Rettungsaktion unmöglich gewesen. Nach einer Stunde erreichten alle das sichere Ufer und wurden mit dem Tochterboot unverletzt auf das Streifenboot "Börde" gebracht. Die erschöpften Kinder wurden von der Besatzung erst einmal mit einem Kuscheltier überrascht, die aus einer Spendenaktion in Neustadt in Holstein stammen. Die "Uckermark" fuhr in den Hafen von Vathy/ Samos und übergab die Familie wohlbehalten an die griechische Küstenwache.

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