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Neue Einsatzschiffe für Nord- und Ostsee

Bundespolizei Neue Einsatzschiffe für Nord- und Ostsee

Die Bundespolizei hat ein Problem mit ihrer Flotte: Drei der sechs großen Einsatzschiffe sind veraltet und nur noch bedingt einsatzbereit. „Ein Ersatz für diese Schiffe ist in Planung. Ob es drei neue Einsatzschiffe geben wird, hängt von der Bereitstellung der entsprechenden Haushaltsmittel ab“, sagte Joachim Franklin, Präsident des Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt.

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Das Schiff „Bad Düben“ stammt noch aus DDR-Zeiten.

Quelle: Frank Behling

Bad Bramstedt. In seinen Dienstbereich fällt die schwimmende Abteilung der Bundespolizei mit den sechs Booten der Bundespolizei See aus Neustadt in Holstein. Die neuen Einheiten sollen auf Nord- und Ostsee eingesetzt werden.

 Wie Franklin bei einer Veranstaltung in Warnemünde auf Nachfrage bestätigte, seien die vorbereitenden Untersuchungen für den Ersatz der Schiffe „Bad Düben“, „Neustrelitz“ und „Bredstedt“ bereits abgeschlossen. Wenn die Ersatzbeschaffung in den Haushaltsplan für das nächste Jahr aufgenommen wird, könnte die Bundespolizei 2017 oder 2018 mit den Neubauten rechnen. „Es hängt jetzt einzig von den Haushaltsberatungen ab“, sagte Franklin. Mit Blick auf die Abmessungen sei davon auszugehen, dass die neuen Einheiten größer als die drei Vorgängerboote werden. Auch die Option von verflüssigtem Erdgas (LNG) als Treibstoff sei denkbar, so Franklin. Finnland hatte als erster Ostseeanrainer ein Küstenwachschiff mit einem LNG-Antrieb in Dienst gestellt. Dieser Antrieb gilt zurzeit als besonders innovativ und umweltfreundlich. Finnlands Grenzbehörden haben mit der 95 Meter langen „Turva“ jetzt das modernste Patrouillenschiff der Ostsee.

 Von den drei alten Booten der Bundespolizei stammen die „Neustrelitz“ und „Bad Düben“ noch aus dem Bestand der Volksmarine der DDR. Das Duo war 1988 als Schnellboote bei der Peenewerft gebaut worden. Ab 1993 erfolgte der Umbau für die Bundespolizei. Heute sei der Unterhalt dieser 48 Meter langen Boote sehr teuer. 2017 und 2018 stehen außerdem umfangreiche Prüfungen zur Verlängerung der Klasse (Schiffs-TÜV) an. „Es ist eben wie mit einem alten Auto. Irgendwann erreicht der Zustand einen Punkt, an dem die Frage nach der Wirtschaftlichkeit gestellt werden muss“, sagte Franklin.

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