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Suche nach Unfallursache an Bahnübergängen

Bundespolizei Suche nach Unfallursache an Bahnübergängen

Nach zwei Unfällen an Bahnübergängen in Schleswig-Holstein hat die Bundespolizei ihre Ermittlungen fortgesetzt. Die Befragung der Zeugen sei angelaufen, sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Flensburg, Hanspeter Schwartz, am Montag. Mit ersten Ergebnissen sei vermutlich erst im Laufe der Woche zu rechnen.

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Am Wochenende kam es zu zwei Unfällen an Bahnübergängen in Schleswig-Holstein.

Quelle: Sebastian Iwersen/dpa

Flensburg. Ein Güterzug hatte am Sonnabend an einem Bahnübergang bei Tarp im Kreis Schleswig-Flensburg zwei Autos erfasst und mitgeschleift. Zwei Menschen wurden schwer verletzt. Am Sonntag kollidierte ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn bei Hemmingstedt im Kreis Dithmarschen mit einem mit drei Menschen besetzten Auto. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

„Wir ermitteln in alle Richtungen und gehen auch der Frage nach, ob sich die Autofahrer möglicherweise falsch verhalten haben“, sagte Schwartz. An dem Übergang in Tarp sollen sich die Schranken nach ersten Zeugenaussagen möglicherweise zu früh geöffnet haben. Bei dem Unfall bei Hemmingstedt sollen die Halbschranken zum Zeitpunkt des Unfalls geöffnet gewesen sein. Die Deutsche Bahn machte zu möglichen Ursachen keine Angaben und verwies auf die laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) forderte am Montag verstärkte Polizei- und Radarkontrollen an Bahnübergängen. In mehr als 90 Prozent der Fälle würden Unfälle an Bahnübergängen von Autofahrern durch überhöhte Geschwindigkeit und Leichtsinn verursacht, sagte ein Verbandssprecher. „Häufen sich an bestimmten Übergängen die Verstöße, sollten hier dauerhaft Radargeräte aufgestellt werden, die im Zusammenspiel mit der Sicherungsanlage des Bahnübergangs funktionieren“, sagte der Sprecher.

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