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Busfahrer-Löhne sollen moderat steigen

Erfolgreiche Tarifrunde Busfahrer-Löhne sollen moderat steigen

Weitere Busfahrerstreiks im Norden scheinen vorerst abgewendet zu sein. Kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich am frühen Abend in der vierten Verhandlungsrunde in Flensburg auf einen Kompromiss: 2,2 Prozent mehr Geld, für untere Lohngruppen sogar ein Plus von fast drei Prozent.

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Bilder wie dieses vom jüngsten Busfahrerstreik in Kiel wird es im Norden wahrscheinlich erst einmal nicht mehr geben. Kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich in der vierten Verhandlungsrunde auf moderate Lohnsteigerungen.

Quelle: Frank Peter

Flensburg. Komplett befriedet ist der Konflikt damit allerdings noch nicht. Denn dem Verhandlungsergebnis mit einer Laufzeit von einem Jahr muss am kommenden Dienstag erst noch die Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zustimmen. Ob es dazu auch kommt, sei "reine Spekulation", betonte Verdi-Verhandlungsführer Gerhard Mette auf Nachfrage. Das erzielte Verhandlungsergebnis sei "gerade noch akzeptabel".

In der Tat lagen die Forderungen der Gewerkschaft deutlich höher. Sie forderte für die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen eine Einkommenserhöhung von monatlich 145 Euro brutto. Unter dem Strich hätte dies eine Steigerung von knapp fünf Prozent bedeutet.

Trotzdem sei vor allem für die unteren Lohngruppen, die etwa 60 Prozent der Belegschaften ausmachten, ein annehmbares Ergebnis erzielt worden. Sie hätten künftig mindestens 80 Euro mehr im Portemonnaie. Für diese Gruppe der Beschäftigten bedeute das Verhandlungsergebnis unter dem Strich ein Plus von rund drei Prozent.

Ebenfalls als Erfolg bewertete Mette die bessere Eingruppierung von Fahrern unmittelbar nach ihrer Ausbildung. Für sie falle künftig eine sechsmonatige tariflich schlechtere Eingruppierung weg. Das bedeute, dass sie von Anfang an 112 Euro mehr Geld bekommen als ihnen bislang zustand.  

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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