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Frachter hängt weiter fest

Havarie Frachter hängt weiter fest

Die Bergung des am Mittwochabend in der Elbe auf Grund gelaufenen Frachters „CSCL Indian Ocean“ zieht sich. Das Schiff hat sich fester bei der Untiefe Lühesand in den Grund gebohrt, als zunächst vermutet. Das Havariekommando Cuxhaven hat vorerst alle Schleppversuche abgesagt.

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Die Bergung der "CSCL Indian Ocean" könnte womöglich erst am Montag erfolgen.

Quelle: Lars Klemmer/dpa

Stade. Am Freitag beschränkten sich die Bergungsexperten auf das Abpumpen des Treibstoffes. Rund 1000 Kubikmeter Öl hat der Binnentanker „Dresden II“ bereits aus den Tanks gepumpt. Der Vorgang wird noch eine Weile dauern, teilte das Havariekommando mit. 800 Tonnen Schweröl und 570 Tonnen Gasöl befanden sich Freitagabend noch an Bord. Ziel ist es, das Schiff bis auf die nötigsten Betriebsstoffe zu leichtern. Deshalb wird es auch vorerst keine weiteren Bergungsversuche geben.

Größe bringt Schwierigkeiten

Die Berger warten die nächste Springtide ab. Diese Flut mit etwas höheren Wasserständen wird für Anfang der Woche erwartet. Sollte der 400 Meter lange Rumpf des Schiffes bei den enormen Belastungen während der Gezeiten Risse bekommen, ist das Spezialschiff „Neuwerk“ mit Ölsperren und Aufnahmegerät vor Ort. „Das ist für uns alles Neuland“, sagte ein Berger.

Ein Umladen der Container von der „CSCL Indian Ocean“ auf ein anderes Schiff wird vorerst nicht erwogen. Die Höhe und Breite des Schiffes stellen die Berger vor große Herausforderungen. So gibt es in Hamburg keinen Schwimmkran für das Abladen von Containern von Schiffen wie der 400 Meter langen und 59 Meter breiten „CSCL Indian Ocean“. Der erst im Januar vorigen Jahres in Dienst gestellte Frachter ist eines der größten Containerschiffe der Welt.

Hier sehen Sie Bilder von der Havarie des Riesenfrachters in der Elbe

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Keine Behinderungen

Die nächsten Schwimmkräne für eine derartige Leichterung sind in den Niederlanden oder in Dänemark. Die Berger prüfen auch den Einsatz eines Spezialschiffs für den Bau von Offshore-Windanlagen. Diese Schiffe haben Kräne mit den Hubhöhen, wie sie bei der „CSCL Indian Ocean“ benötigt würden, hieß es. Die Besatzung des Schiffes hatte bereits Tausende Tonnen Ballastwasser aus dem Rumpf in die Elbe gepumpt. Auch das half nicht bei der Bergung.

Das einzig Gute: Die Schifffahrt von und nach Hamburg kann ungehindert passieren. Selbst Großcontainerschiffe wie die „MOL Quasar“ oder „CMA CGM Amerigo Vespucci“ kamen ohne Probleme an dem festgefahrenen Frachter vorbei.

Springtide Anfang der Woche

Noch unklar ist das Schicksal des Steuerbordankers. Er war nach der Havarie nicht mehr an Bord, wie das Havariekommando bestätigte. Wo die „CSCL Indian Ocean“ den Anker verloren hat, sei unklar. Die Besatzung habe nur mitgeteilt, dass das Schiff nur noch einen Anker habe. Beim Auslaufen aus Felixtowe am 1. Februar waren noch beide Anker vorhanden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Riesenfrachter steckt in der Elbe fest

Auf dem Weg nach Hamburg hat sich in der Nacht zu Donnerstag die "CSCL Indian Ocean", eines der größten Containerschiffe der Welt, festgefahren. Gegen Mitternacht soll bei Hochwasser ein neuer Bergungsversuch unternommen werden. Misslingt dieser, kann der Frachter frühestens in einer Woche geborgen werden.

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Havarie in der Elbe
Foto: Der Unglücksfrachter wird für die Bergung vorbereitet.

An dem auf der Elbe havarierten Containerfrachter „CSCL Indian Ocean“ haben die Vorbereitungen für den entscheidenden Schleppversuch begonnen. An dem 400 Meter langen Containerriesen sind mehrere Bagger und Spezialfahrzeuge im Einsatz.

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