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Tiefes Eintauchen in die Fantasiewelt

Cirque du Soleil Tiefes Eintauchen in die Fantasiewelt

Bunte Kostüme, laute Musik und tollkühne Kunststücke in der Luft – das ist der Cirque du Soleil. Seit über 30 Jahren tourt der berühmteste Zirkus der Welt quer über den Erdball. Im Februar gastiert er mit seiner Show „Varekai“ in Hamburg.

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Der berühmteste Zirkus der Welt ist vom 10. bis 14 Februar in Hamburg zu Gast. Der Cirque du Soleil
will dort sein spektakuläres Programm „Varekai“ präsentieren.

Quelle: Axel Nickolaus

Berlin/Hamburg. Anastasiya Melnychenko stützt sich auf die Arme ihrer Partnerin. Sie macht einen Handstand und biegt ihren Körper langsam in eine Brücke, so lange bis ihre Füße ihre Hände berühren. Ganz leicht sieht das aus. Die 20-Jährige lächelt.

 Seit zwei Jahren gehören sie und ihre Partnerin Kateryna Sytnikova zum Ensemble des Cirque du Soleil. Vorher waren die beiden Ukrainerinnen Leistungssportlerinnen: „Wir haben zweimal die Weltmeisterschaften der Sportakrobaten gewonnen“, sagt Anastasiya Melnychenko. 13 Jahre waren die beiden als Team aktiv, jetzt sind sie mit 20 und 26 Jahren zu alt für den Leistungssport.

 „Mit dem Engagement beim Cirque du Soleil ist ein Traum für uns wahr geworden“, sagt Kateryna Sytnikova. Viele Sportakrobaten hoffen nach dem Karriereende auf eine Anstellung bei dem kanadischen Zirkus, erzählen die beiden: „Das ist das große Ziel für danach.“

 Anfang der achtziger Jahre sind die Gründungsmitglieder des Cirque du Soleil angetreten, den Zirkus neu zu erfinden. Es gibt hier keine Tiere, keine Sägespäne in der Manege und bei manchen Shows nicht einmal ein Zelt. Der Fokus liegt auf Akrobatik und Artistik. Dem ehemaligen Straßenkünstler und Zirkus-Gründer Guy Laliberté war es wichtig, mit einer Mischung aus Varieté und Akrobatik eine Geschichte zu erzählen, zu unterhalten und die Zuschauer in eine Fantasiewelt zu entführen. Dafür bekommen die Artisten und Akrobaten eigens Schauspieltraining. Da die meisten aus dem Leistungssport kommen, ist ihr Blick bei ihren Auftritten häufig konzentriert und angestrengt. Das passt eigentlich nicht in einen Zirkus. Die Künstler sollen Leichtigkeit und Freude vermitteln und die Zuschauer zwar zum Staunen bringen, aber auch unterhalten.

 Kateryna Sytnikova und Anastasiya Melnychenko tragen bei ihrem Zirkus-Auftritt bunte Kostüme, die an Seerosen erinnern. Sie schlittern zu lauter Musik über die Bühne und verbiegen dabei ihre Körper, dass einem beim Zuschauen schwindelig wird. Dazu tanzen und lachen beide. Zum Teil ein Erfolg des Schauspieltrainings, aber auch weil beide glücklich sind, mit dem berühmtesten Zirkus der Welt durch viele verschiedene Länder touren zu können. In diesem Winter sind sie auch in Deutschland unterwegs.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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