22 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
So kann jeder Delfie und Co. helfen

Coastal Cleanup Day So kann jeder Delfie und Co. helfen

Alle freuen sich über den Delfin in Kiel. Doch die Säugetiere sind wie alle Meeresbewohner bedroht – durch Müll in den Meeren. Am Coastal Cleanup Day, dem 17. September, sind die Bürger weltweit aufgerufen, etwas gegen die Vermüllung der Ozeane zu tun. KN-online zeigt, wo es in S-H öffentliche Aktionen gibt.

Voriger Artikel
Sturmgewehr im Streifenwagen?
Nächster Artikel
Die Kitesurfer dürfen bleiben

Wer mitmachen möchte, sollte festes Schuhwerk, Handschuhe und einen Eimer mitbringen.

Quelle: Cornelia Müller (Archiv)

Kiel. Zehn Millionen Tonnen Abfälle gelangen allein vom Land aus jährlich in die Ozeane und bringen hunderttausenden Tieren in und auf dem Wasser den Tod. Etwa 75 Prozent des Mülls besteht aus Kunststoff. „Plastikabfälle sind zu einer globalen Bedrohung geworden“, sagt Kim Cornelius Detloff vom Nabu. Auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche treiben bis zu 18000 Plastikteile in allen Größen. Nur die Spitze des Eisbergs. Denn mehr als 70 Prozent der Abfälle sinken auf den Meeresboden, wo sie sich langsam zersetzen: ein Styroporbecher ist erst nach 50 Jahren zersetzt, eine Plastikflasche oder Wegwerfwindelt braucht 450 Jahre, eine Angelschnur sogar 600 Jahre.

Dazu kommen winzige Plastikpartikel aus Kosmetika. Meerestiere verwechseln die Plastikteilchen mit Nahrung und gehen daran elendig zugrunde.  Bei der Zersetzung des Plastiks werden außerdem Giftstoffe freigesetzt, die Meeresorganismen schädigen und über die Nahrungskette wieder auf unserem Teller landen können.

Mit Müllsammelaktionen an Stränden und Flussufern setzen deshalb immer mehr Bürger am  Coastal Cleanup Day ein Zeichen gegen die Vermüllung der Meere. Wo in Schleswig-Holstein öffentliche Sammelaktionen stattfinden, hat KN online auf einer Karte zusammengetragen.

Wer mitmachen möchte, sollte festes Schuhwerk, Handschuhe und einen Eimer mitbringen. Wie man nach einem internationalen Standard, der weltweit gilt, sammelt, dass machen 700 Schüler schon am 16. September in einer Aktion der Kieler Forschungswerkstatt vor. Sie werden an den Stränden zwischen Stohl und Stein Müll sammeln, sortieren, zählen und nach einem einheitlichen Schema erfassen. Eine öffentliche Sammelaktion für alle Bürger findet in Kiel deshalb erst am 24. September statt (Friedrichsort, 14 Uhr an der Deichperle). Bis dahin wird sich leider wieder neuer Müll am Strand angesammelt haben…

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Anzeige
Mehr zum Artikel
Große Tümmler in der Förde
Foto: Delfine und Schweinswale sind für Laien schwer zu unterscheiden, zumal bei Nacht. Es können also beide Artverwandten sein, auf die man in der Förde trifft.

Die Faszination Meer geht weiter. Die Kieler zieht es jetzt nicht nur zum Delfin ins Wasser, sondern auch zu den Algen. Einige der Mikroorganismen strahlen in der Dunkelheit zurzeit hellblau. Mehrere Augenzeugen wollen zudem mindestens zwei Große Tümmler in der Förde gesehen haben.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3