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Feueralarm vor Helgoland

Containerfrachter Feueralarm vor Helgoland

An Bord eines großen Containerschiffes ist in der Nordsee am Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen. In mindestens einem Container der „MSC Katrina“ gebe es eine erhöhte Temperatur, bestätigte das Havariekommando. Erste Meldungen nach einer Rauchentwicklung wurden aber noch nicht bestätigt.

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Experten zur Brandbekämpfung sind auf dem Weg zur "MSC Katrina".

Quelle: Frank Behling (Archiv)

Helgoland. An Bord eines großen Containerschiffes ist am Morgen in der Elbmündung ein Feuer ausgebrochen. In mindestens einem Container der „MSC Katrina“ gebe es eine erhöhte Temperatur, das bestätigte das Havariekommando. Das Havariekommando in Cuxhaven wurde kurz nach 9 Uhr alarmiert und trifft gerade alle Vorkehrungen zur Übernahme der Einsatzleitung. Die Besatzung der „MSC Katrina“ hatte den Brand um 5.45 Uhr gemeldet, als das Schiff gerade von Belgien kommend in die Elbmündung nach Hamburg einlaufen wollte.

Einsatzkräfte sind inzwischen an Bord

Nach der ersten Erkundung wurde in einem Laderaum im vorderen Teil des Frachters ein Feuer in mindestens einem Container entdeckt. Bis zu sieben weitere Container sollen ebenfalls betroffen sein. Nach KN-online-Informationen soll es sich bei dem Inhalt der Container in dem Bereich um Holzkohle und nicht um Gefahrgut handeln. Die Besatzung hat in einem ersten Löschangriff das Fluten des Laderaums mit CO2 vorbereitet. Der Rettungskreuzer „Herman Helms“ hat inzwischen Einsatzkräfte aus Cuxhaven zur Unterstützung an Bord gebracht. Ein Hubschrauber soll außerdem zwei Verletzte abgeholt und in ein Krankenhaus gebracht haben. An Bord des Schiffes waren zum Zeitpunkt des Alarms 26 Besatzungsmitglieder und zwei Lotsen für das Einlaufen nach Hamburg.

"MSC Katrina" noch im Wartegebiet

Die Verkehrszentrale für die Deutsche Bucht hatte den Kapitän des 366 Meter langen und 48 Meter breiten Schiffes angewiesen, das Einlaufen in die Elbmündung abzubrechen und Kurs auf ein Wartegebiet südlich von Helgoland zu nehmen. Dort soll jetzt das Eintreffen von weiteren Einheiten abgewartet werden. Die „MSC Katrina“ gehört zur Schweizer Reederei MSC und kann bis zu 12400 Standardcontainer laden. Das 2012 in Korea gebaute Schiff fährt unter der Flagge Panamas zwischen Europa und Fernost.

Zuletzt war im Mai genau in dem Seegebiet vor Helgoland auf dem Frachter „Purple Beach“ ein Feuer ausgebrochen. Damals dauerte die Brandbekämpfung mehrere Tage. Die 192 Meter lange „Purple Beach“ ist im Vergleich zur „MSC Katrina“ ein recht kleines Schiff. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Notfälle
Der havarierte Frachter "Purple Beach" wird auf der Höhe des Ortes Schillig von Schleppern in Richtung JadeWeserPort gezogen.

Der vor einer Woche havarierte Düngemittel-Frachter "Purple Beach" hat am Abend seinen Notliegeplatz in Wilhelmshaven erreicht. Er sei inzwischen sicher vertäut, teilte das Havariekommando in Cuxhaven mit.

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