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Containerriese "MSC Zoe" kommt nach Hamburg

Jungfernreise Containerriese "MSC Zoe" kommt nach Hamburg

Am Sonntag ist ein aufregender Tag für die kleine Zoe Vago: Die Vierjährige tauft das größte Schiff der Welt auf ihren eigenen Namen. Sie darf das, weil ihrem Opa die zweitgrößte Reederei der Welt gehört.

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Die "MSC Camille" ist ein Schwesternschiff der "MSC Zoe".

Quelle: Frank Behling (Symbolfoto)

Hamburg. Die „MSC Zoe“, das größte Containerschiff der Welt, wird an diesem Sonnabend noch ungetauft zum Abschluss ihrer Jungfernreise in Hamburg erwartet. Der Frachter ist der dritte in einer Serie von 20 Schiffen mit einer Tragfähigkeit von 19 224 Standardcontainern (TEU), die auf der Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut werden. Das Schiff soll gegen 17.45 Uhr am Eurogate-Terminal im Waltershofer Hafen festmachen. Zuvor wird das 395,40 Meter lange Schiff auf der Elbe gedreht. Zu diesem Manöver werden am Elbufer in Övelgönne zahlreiche Schaulustige erwartet.

Am Sonntag wird das Schiff in Hamburg getauft. Taufpatin und Namensgeberin ist die vierjährige Zoe Vago, eine Enkelin des Firmengründers und MSC-Vorstandsvorsitzenden Gianluigi Aponte. Der Kapitän aus der italienischen Region Sorrent am Golf von Neapel hat MSC 1970 gegründet und in 45 Jahren zur zweitgrößten Reederei der Welt aufgebaut, nach der dänischen Maersk-Gruppe. Aponte steht auch mit 75 Jahren noch an der Spitze der Unternehmensgruppe, zu der auch ein Kreuzfahrtunternehmen und Umschlagterminals gehören. Die Containerreederei MSC wird von seinem Sohn Diego Aponte geleitet. Für MSC fahren 465 Containerschiffe mit einer Kapazität von 2,6 Millionen TEU. Das Unternehmen unterhält 480 Niederlassungen in 150 Ländern und beschäftigt 24 000 Mitarbeiter.

Taufpatin Zoe ist die Tochter von Alexa Aponte Vago, die in der Unternehmensgruppe die Position als Finanzchefin einnimmt. Sie ist verheiratet mit Pierfrancesco Vago, der wiederum die Kreuzfahrtsparte führt. Der Italiener Gianluigi Aponte ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat deshalb die Zentrale des Unternehmens in Genf angesiedelt, was dem Alpenland zu einer starken maritimen Position verhilft. In der Rangliste der größten Containerschiffsflotten der Welt nimmt die Schweiz Rang fünf ein. Als Familienunternehmen gibt sich MSC überaus schweigsam, wenn es um Umsätze und Gewinne geht.

Die „MSC Zoe“ ist das dritte Schiff der Olympic-Klasse, der größten Containerschiffe der Welt. Die ersten beiden Schiffe sind bereits in Fahrt und nach den Aponte-Enkeln Oscar und Oliver benannt. Die 140 Millionen Dollar teuren Schiffe segeln unter der Flagge Panamas. Sie sind um wenige Meter kürzer als die „CSCL Globe“ der Reederei China Shipping und ihre Schwesterschiffe, die im Januar als größtes Containerschiff der Welt in den Hamburger Hafen einlief. Die MSC-Schiffe können jedoch rund 200 Container mehr transportieren - und das zählt.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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