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Freiwillige sollen Grenze kontrollieren

Dänemark Freiwillige sollen Grenze kontrollieren

An der deutsch-dänischen Grenze soll künftig auch die Heimwehr kontrollieren. Das hat der dänische Justizminister Sören Pind in Kopenhagen bestätigt.  Die Heimwehr ist eine militärische Freiwilligenorganisation in dem Königsreich.

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Eine Heimwehr an Freiwilligen soll die Kontrolle an der dänischen Grenze übernehmen.

Quelle: Carsten Rehder /dpa

Pattburg. Dänemark hatte Anfang 2016 stichprobenartige Grenzkontrollen eingeführt und von Monat zu Monat immer wieder verlängert. Nach Angaben der Reichspolizei waren dafür jeden Tag 290 Polizisten vorgehalten, die vor allem Flüchtlinge ohne Papiere aufspüren und stoppen sollen. Doch die Polizisten murren seit längerem über den Dienst. Zuletzt wurde auch der Druck der Bürger größer: Sie kritisierten, dass lokale Polizeistationen entweder nicht mehr besetzt seien oder man als Bürger längere Wartezeiten hinnehmen müsse. Die Situation ist im Augenblick unhaltbar“, kritisierte Preben Bank Henriksen von der liberalen Venstre kürzlich. Man müsse zurück zu normalen Zuständen, die Polizisten müssten wieder ihren normalen Alltagsdienst zurückerhalten.  Nun also soll die Heimwehr Abhilfe schaffen.

Die Heimwehr besteht aus 16000 Aktiven und 32000 Reservisten.  Die Freiwilligen sollen allerdings nur unter der Regie der Polizei und nicht eigenverantwortlich Grenzdienst schieben, betonte der Justizminister am Dienstag. In Dänemark wird die Verpflichtung der Heimwehr als sicheres Zeichen bewertet, dass die Grenzkontrollen weiterverlängert  werden. Aktuell gelten sie bis zum 3. Mai.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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