17 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Umtausch soll früher beginnen

EU-Führerschein Umtausch soll früher beginnen

Millionen Deutsche müssen ihre alten Führerscheine umtauschen, weil die Europäische Union Führerscheinen jetzt ein Ablaufdatum vorschreibt. Die Umtauschfristen, gestaffelt nach dem Jahr der Ausstellung, sollen zudem früher beginnen als geplant. Mit dem Schritt solle eine Überlastung der Behörden verhindert werden.

Voriger Artikel
Flensburg landet Internethit
Nächster Artikel
Der rettende Sprung ins Wasser

Die EU-Kommission hofft, mit den neuen, einheitlichen Führerscheinen mehr Sicherheit auf Europas Straßen zu schaffen.

Quelle: dpa

Berlin. Betroffen sind nur Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden. Das "Verfallsdatum" gilt nur für das Dokument - die Fahrerlaubnis an sich verfällt nicht. Fahrer sollten ihren "Lappen" noch bis zum Jahr 2033 behalten dürfen. Erst dann sollte es eine Pflicht zum Umtausch geben. Nun soll doch früher umgetauscht werden. Der Verkehrsausschuss im Bundesrat hat Empfehlungen ausgesprochen, bis zu welchem Datum diese Umtauschpflicht gelten soll - gestaffelt nach Ausstellungs- beziehungsweise Geburtsdatum der Führerscheininhaber.

Das Geburtsjahr des Führerschineinhabers ist bei den Fahrern maßgeblich, denen der Schein bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurde. Bei Führerscheinen, die danach, also ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden ist nur das Jahr der Ausstellung relevant. 

Zuerst sollen die 15 Millionen Papierführerscheine umgetauscht werden, die vor 1999 ausgestellt wurden. Bei ihnen soll die erste Umtausch-Etappe bereits bis 19. Januar 2021 laufen, und zwar für Fahrer mit Geburtsjahren 1953 bis 1958.
Die Geburtsjahre 1959 bis 1964 sollen bis 2022 dran sein, die Jahrgänge 1965 bis 1970 bis 2023, alle Jüngeren bis 2024. Wer vor 1953 geboren wurde, kann seinen alten Führerschein bis 2033 behalten.

In der zweiten Stufe sollen die 30 Millionen Führerscheine im Kartenformat umgetauscht werden, die ab 1999 ausgestellt wurden. Die erste Umtauschstufe für die Ausstellungsjahre 1999 bis 2000 soll bis 2025 laufen. Danach geht der Umtausch Jahr für Jahr weiter - bis zum 19. Januar 2033 für Dokumente mit Ausstellungsdaten bis 18. Januar 2013.

Vom Umtaushc ausgenommen sind lediglich Personen, die vor 1953 geboren sind. Den Personen soll erspart werden, ihren Führerschein umtauschen zu müssen, obwohl altersbedingt nicht sicher sei, ob sie nach dem Stichtag des 19. Januar 2033 von ihrer Fahrerlaubnis Gebrauch machen möchten und dafür einen weiter gültigen Führerschein benötigen, hieß es aus dem Verkehrsausschuss.
Autofahrer, die ihren Führerschein umtauschen oder verlängern wollen, müssen keine erneute Fahrprüfung ablegen. Nötig werden wohl aber ein Foto und gut 20 Euro Gebühr für den neuen EU-Führerschein.

Die EU-Kommission hofft, mit dem einheitlichen Führerschein mehr Sicherheit auf Europas Straßen zu schaffen: Derzeit müssen Verkehrspolizisten in Europa in der Lage sein, über hundert unterschiedliche Modelle von Papier- und Plastik-Führerscheinen zu erkennen, hatte 2013 der damalige Verkehrskommissar Siim Kallas die Neuerungen begründet. Außerdem seien die Führerscheine oft mit veralteten Fotos versehen und könnten leicht gefälscht werden. Eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen sollen die die neuen EU-Führerscheine sicherer vor Fälschung machen. So können die Mitgliedsstaaten Hologramme und Mikrochips einfügen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3