12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Diesel kostet weniger als 95 Cent

Tanken in Kiel Diesel kostet weniger als 95 Cent

Die Spritpreise in Schleswig-Holstein sinken weiter: Am Sonnabend kostete der Diesel in Kiel zum Teil nur 93 Cent pro Liter.

Voriger Artikel
Glück auf App-Ruf
Nächster Artikel
Unbekannte attackieren Facebook-Zentrale

Der Diesel kostete am Sonnabend in Kiel weniger als 95 Cent.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Jahrelang haben steigende Preise für Benzin und Diesel, Öl, Gas und Strom die Verbraucher in Deutschland gequält. Doch das ist vorbei. Die Belastung der privaten Haushalte durch Energiekosten hat bereits im Jahr 2012 ihren Höhepunkt erreicht und ist seitdem rückläufig. Erst ganz langsam, dann immer schneller sind die Kosten für die Verbraucher gesunken.

In diesem Jahr ist es vor allem die spektakuläre Entwicklung des Ölpreises, der sich bei den Autofahrern und Heizölkunden spürbar bemerkbar macht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent ist ungefähr 40 Prozent billiger als vor einem Jahr und kostet kaum mehr als 40 Dollar. Solche Preise haben die Märkte zuletzt 2009 gesehen. Oder 2005. Dazwischen war es stets teurer, teilweise sogar sehr viel teurer. Mehr als drei Jahre lang, von Anfang 2011 bis zum Sommer 2014, lag der Ölpreis meistens jenseits der 100 Dollar. Das ist auf absehbare Zeit vorbei.

Die gesunkenen Ölpreise kommen auch bei den Verbrauchern an. «Die Tankstellen haben die gesunkenen Einkaufspreise für Benzin und Diesel und damit die niedrigen Ölpreise eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben», sagt Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). Im Durchschnitt des Jahres ist der Benzinpreis (Super E10) von 1,48 auf 1,36 Euro je Liter gesunken. Aktuell liegt er bei 1,27 Euro. Diesel verbilligte sich im Jahresdurchschnitt von 1,34 auf 1,17 Euro je Liter und liegt aktuell unter der Ein-Euro-Marke. Und Heizöl kostet erstmals seit 2009 wieder weniger als 50 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. MwSt.)

Allein die Einsparungen der privaten Haushalte durch die gesunkenen Preise für Ölprodukte summieren sich nach Berechnungen des MWV auf rund 10,2 Milliarden Euro: 6,7 Milliarden Euro bei Kraftstoffen und 3,5 Milliarden Euro bei Heizöl. Die Nachfrage blieb dabei weitgehend konstant; wie im Vorjahr werden in Deutschland rund 109 Millionen Tonnen Ölprodukte verbraucht. Doch die Rechnung für Rohölimporte fiel schon nach neun Monaten um 13 Milliarden Euro geringer aus. Von den gesunkenen Ölpreisen profitieren nicht nur Verbraucher, sondern auch Unternehmen und die Volkswirtschaft insgesamt.

Spritpreise steigen mittags und sinken abends

Der günstige Kraftstoff entlastet den Geldbeutel der Autofahrer. Doch noch ein weiterer Effekt hilft beim Sparen: Morgens und abends tanken Autofahrer meistens günstiger als mittags. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des ADAC von rund 14 000 Tankstellen in ganz Deutschland hervor. Der Anstieg beginnt demnach zwischen 12.00 und 13.00 Uhr: Im Schnitt gehen die Preise für Super E10 und Diesel dann um 2,3 beziehungsweise 2,4 Cent in die Höhe. Gegen 15.00 Uhr sinken sie wieder auf das Vormittagsniveau.

Die günstigsten Spritpreise gibt es den Angaben nach in der Regel zwischen 18.00 und 20.00 Uhr, an manchen Tankstellen auch bis 22.00 oder 23.00 Uhr. Nachts sind Benzin und Diesel dagegen besonders teuer: In den Stunden nach Mitternacht zahlen Autofahrer pro Liter Kraftstoff durchschnittlich rund 10 Cent mehr als am Abend.

Spritvergleich in Kiel

Hier sehen Sie, wo ein Liter Diesel in Kiel weniger als 95 Cent kostet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3