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Abi-Bälle in Rekord-Dimensionen

Doppelte Jahrgänge Abi-Bälle in Rekord-Dimensionen

In diesem Jahr feiern Abiturienten im XXL-Format. Selbst Tanzsäle großer Hotels sind meist zu klein für die Abi-Bälle. Denn die doppelten Abi-Jahrgänge der Gymnasien, die in diesen Wochen im Norden ihre erfolgreichen Oberstufenabschlüsse feiern, brauchen für ihre Bälle auch fast doppelt so viel Platz.

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Die große Lösung: Der Abiturjahrgang der Ricarda-Huch-Schule feierte am Sonnabend in der Kieler Sparkassen-Arena.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Der Aufwand für solche Großveranstaltungen stellt jugendliche Organisatoren ebenso vor immense Herausforderungen wie die Chefs großer Hallen.

 Auch Jule Steenbeck hat mit ihren sieben Mitstreitern im Orga-Team für den Ball der Kieler Ricarda-Huch-Schule eine „ziemlich stressige“ Zeit hinter sich. Nur mit großer Mühe und „guten Beziehungen“ konnten sich die Jugendlichen bereits vor einem Jahr die Sparkassen-Arena sichern, in der am vergangenen Sonnabend rund 750 Gäste feierten. „Die vorher in zwei Raten zu zahlende Miete von 9000 Euro war schon ein echter Freundschaftspreis. Hinzu kamen noch einmal mehr als 20000 Euro für das Essen. Bei solchen Dimensionen kann einem schon echt mulmig werden.“

 Von einem regelrechten Abi-Ball-Tourismus durch den Doppel-Jahrgang profitieren besonders die Holstenhallen in Neumünster. Insgesamt 13 Bälle, der kleinste mit 360 und die größten mit 1200 Gästen, gehen an den ersten drei Juli-Wochenenden in drei Hallen über die Bühne. Schulen aus Kiel, dem benachbarten Kreis Segeberg und sogar aus Altenholz haben dort gebucht.

 So geht das Gymnasium Altenholz, an dem 211 Schüler ihr Abi bestanden, am 8. Juli in den Holstenhallen in die Vollen. „Wir rechnen aber mit weit mehr als 1000 Gästen“, sagt Hilke Wieboldt vom Organisationskomitee. „Schon vor einem Jahr haben wir uns in Kiel nach der passenden Location für den Abi-Ball umgesehen. Aber alles war entweder zu klein oder nicht mehr zu haben.“ Neumünster sei mit dem Auto genauso wie mit Bus und Bahn gut zu erreichen. „Das passt perfekt.“ Zur Feier ab 18 Uhr mit Essen und Band werden Familien, Freunde, Lehrer mit dem Auto erwartet. Für die ab 23 Uhr beginnende Party ist ein stündlicher Bus-Shuttle ab dem Gymnasium organisiert.

Andrang hat auch Schattenseiten

 Für den Chef der Holstenhallen, Dirk Iwersen, hat der der Andrang auch Schattenseiten: „Nach dem Achtelfinale hatten wir keinen Raum mehr für das Public Viewing zur Fußball-EM.“ Stattdessen sind Iwersens Kollegen mächtig gefordert durch die vielen Abi-Bälle. Allein am vergangenen Wochenende feierten 1200 Gäste in der großen Halle. Die beiden anderen Hallen waren ebenfalls belegt, so dass die eigene Gastronomie insgesamt 2200 Essen ausgeben musste.

 Während in Eckernförde für die Peter-Ustinov-Schule mit ihren 65 Abiturienten aus dem G9-Jahrgang alles beim Alten bleibt und die Stadthalle für Absolventen, Eltern und Lehrer ausreicht, mussten sich die Schüler im doppelten Abi-Jahrgang des Jungmann-Gymnasiums mit insgesamt 202 Abiturienten einen anderen Ort zum Feiern suchen.

 Platz dafür fanden sie nach langem Suchen bei der Deula in Rendsburg. Während es bei der Verabschiedung eine Teilnehmerbegrenzung auf zwei Personen je Schüler gibt, ist das Kartenkontingent beim Ball auf der Deula offen. Ein Shuttleservice sorgt für den Transport. Die Vorbereitungen begannen frühzeitig: Bereits vor einem Jahr starteten die Abi-Ball-Planungen.

 121 Abiturienten, das sind rund 45 mehr als noch im vergangenen Jahr, werden nach Auskunft von Oberstufenleiterin Silke Schuppenhauer an diesem Freitag an der Isarnwohld-Schule in Gettorf verabschiedet. Gut zwei Wochen später – am Sonnabend, 23. Juli – putzen sich die Schulabgänger für den Abi-Ball heraus. Nachdem im vergangenen Jahr im Kieler Legienhof gefeiert und getanzt wurde, dient in diesem Jahr die Mensa I der Uni als Location.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Doppelte Jahrgänge
Foto: Nina Kazykowski (19, von links), Jessica Watzelt (19) und Lea Albertsen (19) dekorieren die Tische für rund 1100 Gäste.

Abi-Bälle mit 300 bis 400 Personen auf fast schon kuscheligen 680 Quadratmetern im Holstenhallen-Restaurant Neumünster waren gestern. In diesem Jahr steigen durch die doppelten Abiturjahrgänge von G8 und G9 insgesamt 13 Bälle der Superlative an drei Wochenenden in den Hallen 1, 4 und 5.

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