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Auch die Helfer brauchen Hilfe

Ehrenamt Auch die Helfer brauchen Hilfe

Dieses Jahr hat den ehrenamtlichen Helfern alles abverlangt. Schleswig-Holsteins DRK-Chef Torsten Geerdts hat sich mit einem Appell an die Politik gewandt. Er macht sich dafür stark, die Ehrenamtlichen im Deutschen Roten Kreuz mit denen der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks gleichzustellen.

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Die haupt- und ehrenamtlichen Helfer waren in diesem Jahr gefordert: Wer sich freiwillig einsetzt, sollte deshalb zumindest vom Arbeitgeber freigestellt werden und weiterhin seinen Lohn erhalten, fordert Torsten Geerdts vom DRK-Landesverband.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Geht es nach Geerdts, sollen auch die ehrenamtlichen Helfer einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber und einen Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer ihres Einsatzes erhalten. „Was unsere freiwilligen Helferinnen und Helfer seit dem Sommer tagtäglich leisten, ist einzigartig und unbezahlbar“, begründete Geerdts seinen Vorstoß.

Flüchtlinge: Ureigene Aufgabe des DRK

Das Deutsche Rote Kreuz steht nach den Worten von Geerdts in der Flüchtlingshilfe vor einer der größten Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte. „Die Betreuung der Flüchtlinge ist eine ureigene Aufgabe des Roten Kreuzes, daher sind unsere ehrenamtlichen Helfer nach wie vor sehr motiviert. Wir sind in bundesweit 440 Einrichtungen mit rund 15000 ehrenamtlichen Helfern rund um die Uhr im Einsatz“, sagte Geerdts. Einige der Mitarbeiter würden jetzt aber auch an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit stoßen.

In einer solchen Situation bräuchten auch die Helfer des DRK und anderer Organisationen einen Freistellungsanspruch und einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, sagte Geerdts. „Die Betreuung der Flüchtlinge und noch viel mehr die anschließende Integration fordern den Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen auch perspektivisch. Angesichts der gegenwärtigen Situation und den damit verbundenen Herausforderungen müssen die gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, ehrenamtliche Arbeit zu sichern und für die Zukunft zu garantieren“, so Geerdts. Für eine gute Integration der Menschen sei beispielsweise der zügige Zugang zu kostenlosen Integrations- und Sprachkursen unerlässlich. „Sprache ist Grundlage für eine erfolgreiche Integration“, so der DRK-Vorstand.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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