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Erneut Unfall am Bahnübergang

Kreis Steinburg Erneut Unfall am Bahnübergang

Erneut hat es in Schleswig-Holstein einen schweren Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang gegeben. In dem kleinen Ort Nortorf in Sichtweite des Industrieareals Brunsbüttel erfasste die Lokomotive eines Güterzugs am Donnerstag gegen 15.45 Uhr einen Pkw mit Anhänger.

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Erneut ist es an einem unbeschrankten Bahnübergang in Schleswig-Holstein zu einem Unfall gekommen.

Quelle: TVR-News

Brunsbüttel. Die Lokomotive vom Typ Gravita spießte den Pkw an der Fahrertür auf und schob ihn während der Vollbremsung etwa 150 Meter weit mit. Der nahe der Unglücksstelle wohnende Pkw-Fahrer wurde eingeklemmt. Der 50-Jährige konnte von Feuerwehrleuten erst nach über einer Stunde aus dem völlig zerstörten Wrack befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Der Lokführer erlitt einen Schock und kam ebenfalls ins Krankenhaus.

Erst am Pfingstsonntag war auf der Halbinsel Eiderstedt bei Kotzenbüll ein 51 Jahre alter Autofahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Triebwagen an einem unbeschrankten Bahnübergang getötet worden.

Wie in Kotzenbüll war auch der Bahnübergang bei Nortorf gut einsehbar. Die Lokomotive zog mehrere Kesselwagen aus dem Industriepark Brunsbüttel. Warum der Fahrer den Zug übersah, ist noch unklar. Fest steht derzeit nur: Die Lok erfasste den Citroen des Unfallfahrers mittig. Dabei riss ein mitgeführter Anhänger ab und wurde seitlich ins Gleisbett geschoben. Trotz der Vollbremsung des Lokführers schleifte der Zug das Auto noch über einhundert Meter mit.

Sofort nach der ersten Einsatzmeldung wurden von der Leitstelle die Feuerwehren Nortorf, Wilster, Sankt Margarethen, Landscheide und Aebtissenwisch-Ecklak alarmiert. Um den Unglücksfahrer aus dem Wrack zu befreien, muss das Auto komplett freigeschnitten werden. Beamte der Landespolizei und der Bundespolizei sicherten die Unfallstelle. Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte des Polizeireviers Brunsbüttel.

Einschränkungen im Bahnverkehr gab es derweil nicht. Die Unfallstrecke wird nur von Güterzügen befahren, die zum Industriegebiet Brunsbüttel-Süd wollen. Auf dem Abschnitt von zehn Kilometern zwischen Brunsbüttel und Wilster gibt es 13 unbeschrankte Bahnübergänge.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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