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Erst Donnerwetter, dann Abkühlung

Unwetter am Wochenende Erst Donnerwetter, dann Abkühlung

Tief „Michel“ bringt Deutschland eine Wetteränderung — mit Blitz und Donner. Doch selbst wenn es gießt, dürfte das Wasser kaum die große Trockenheit lindern, über die Gartenbesitzer und Bauern klagen.

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In der Nacht zum Sonnabend sollen die Gewitter Norddeutschland erreichen.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Offenbach/Kiel. Die sommerlichen Tage gehen am Wochenende nach heftigen Donnerwettern zunächst zu Ende. Bei schwachem Wind ziehen die Gewitter langsam von West nach Ost über Deutschland und bringen Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Für Freitag wurden noch einmal Temperaturen in Richtung 30 Grad erwartet, aber die dunklen Wolken waren schon auf dem Weg. Tief „Michel“, das über der Biskaya lag, schob auf seiner Vorderseite feuchte, warme und energiegeladene Luft vom westlichen Mittelmeer ins Land. Das seien „Rahmenbedingungen für Gewitter mit heftigem Starkregen“, sagte Meteorologe Helge Tuschy vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Im Westen und Südwesten wurden für den Freitagnachmittag die ersten Gewitter mit Unwetterpotenzial erwartet. Wo genau sie sich entladen würden, könne erst kurz zuvor gesagt werden.

Die Gewitter sollten langsam nach Osten ziehen und in der Nacht zum Sonnabend auch Norddeutschland erreichen. „Am Sonnabend erfasst die schwül-warme Luftmasse auch den Osten und Nordosten“, sagte Tuschy. Zum Sonntag hin werde die Gewitterluft in die südlichen und östlichen Regionen verdrängt.

Wenn die Gewitter durchgezogen sind, wird es deutlich kühler: Am Sonntag werden im Nordwesten etwa 20 Grad erreicht, während es im Süden und Osten noch einmal schwül und bis zu 27 Grad warm wird. Am Montag dürfte dann nur noch vereinzelt die 20-Grad-Marke übertroffen werden.

Die große Trockenheit, die aktuell in weiten Teilen Deutschlands herrscht, wird durch die Gewittergüsse kaum gelindert werden. Zwar können örtlich enorme Regenmengen fallen. Aber viel Wasser dringt gar nicht in den völlig verhärteten Erdboden ein, sondern fließt sofort ab oder verdunstet. Bauern und Gärtner warten dringend auf langanhaltenden, sanften Landregen.

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