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Erstaufnahme in Rendsburg fast fertig

Flüchtlinge Erstaufnahme in Rendsburg fast fertig

Flüchtlinge sollen ab 18. April die neue Erstaufnahme in Rendsburg beziehen. Das teilte das Innenministerium mit. Bereits eine Woche vorher, am 11. April, soll die Einrichtung technisch abgenommen werden. Trotz sinkender Flüchtlingszahlen hält das Ministerium am Standort fest. Es gibt einen langfristigen Pachtvertrag.

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Rüdiger Smal vom Landespolizeiamt (links) bespricht mit Einrichtungsleiter Ove von Dohlen den Umbau der Turnhalle zur Mensa.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Es ist weiterhin vorgesehen, die Erstaufnahmeeinrichtung in Rendsburg in dem geplanten Umfang zu betreiben“, sagt ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwochnachmittag. Derzeit entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne eine Einrichtung für rund 2000 Flüchtlinge. Sie sollen sowohl in Containern als auch in ehemaligen Kasernengebäuden untergebracht werden.

Nur 34 Prozent Auslastung

Die Flüchtlingssituation ist momentan entspannt. Im März kamen lediglich 573 neue Flüchtlinge laut Information des Innenministeriums in Schleswig-Holstein an. Im Januar und Februar waren es jeweils noch rund 2000 pro Monat. Von den 12752 Plätzen in den Erstaufnahmen sind derzeit 4313 belegt. Das entspricht einer Auslastung von rund 34 Prozent.

Land bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor

Trotzdem wird in Rendsburg weitergebaut. „Da die Entwicklung der Zugangszahlen trotz des derzeitigen Rückgangs ungewiss sind, bereitet sich das Land auf verschiedene Szenarien vor“, so der Sprecher. „Kommen ähnlich viele Flüchtlinge wie im vergangenen Jahr, können ausreichend Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Sollten weniger Menschen nach Schleswig-Holstein kommen, kann die Struktur der Aufnahmeeinrichtungen zeitnah angepasst und die Platzzahl reduziert werden.“ Die Einrichtung in Rendsburg sei wichtig, weil mittelfristig andere Standorte ersetzt werden müssten. Der Pachtvertrag für das Gelände in Rendsburg läuft über fünf Jahre.

Besondere Aufgabe für Rendsburg

Für Rendsburg ist laut Innenminister Stefan Studt (SPD) eine besondere Aufgabe vorgesehen. So soll die Erstaufnahme eine von drei Einrichtungen sein, in der Neu-Flüchtlinge registriert und medizinisch untersucht werden. Rund 50 Mitarbeiter des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge sollen außerdem in Rendsburg besonders komplexe Asylfälle bearbeiten.

Auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz der Kaserne reihen sich die Container bereits dicht aneinander. An vielen Orten wird geflext, geschweißt und gehämmert. Viele Container sind schon fertig, sagt Rüdiger Smal vom Landespolizeiamt, der den Bau überwacht. Nur die Einrichtung fehle noch. In der ehemaligen Turnhalle der Kaserne bauen Arbeiter gerade Oberfenster ein. „Die sind wegen des Brandschutzes erforderlich“, sagt Smal. In der Turnhalle sollen später über 700 Personen gleichzeitig mit Essen versorgt werden.

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Schießt da deutsche Gründlichkeit deutlich übers Ziel hinaus? Die Frage drängt sich angesichts der aktuellen Belegungszahlen in den Erstaufnahmen für Flüchtlinge auf.

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