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Erstes Husky-Internat in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein Erstes Husky-Internat in Schleswig-Holstein

Klare Ansagen – junge Menschen brauchen die manchmal, Huskys benötigen sie immer. Felix Svib aus Kiel weiß schon gut, wie er mit den Schlittenhunden umgehen muss, der 14-Jährige hat für sie ein besonderes Faible.

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Felix Svib und Antonia Wessel gibt der Umgang mit Huskys und der Sport mit den Tieren viel.

Quelle: Birgit Johann

Haby. Seit längerem hat er auf der Husky-Farm der Habyer Hundeschlittenführerin Britta Dunker (47) regelmäßig Kontakt zu den wolfsähnlichen Tieren. Zurzeit macht Felix hier ein Praktikum als Erlebnispädagoge. Gemeinsam mit drei weiteren Jugendlichen hat er bis am Freitag zwei Tage lang Dunkers Husky-Internat ausprobiert, das im September starten soll.

 Zu ihrem Wohlbefinden müssen die Hunde viel in Bewegung sein. Auch das unterscheidet sie nur graduell von Jugendlichen. Aber was ist ein Husky-Internat? Nach Dunkers Kenntnis gibt es so etwas zumindest in Norddeutschland bisher noch nicht. Statt bis zum Mittag oder Nachmittag zur Schule zu gehen, beschäftigten sich Felix, Antonia Wessel (15), ebenfalls aus Kiel, Pélé Weber (15) aus Hamburg und Malte Lauerwald (13) aus Hannover hier fast ausschließlich mit Britta Dunkers 22 Huskys.

 Denn die Vier wollen lernen, mit den Hunden erfolgreich bei Rennen abzuschneiden – mit einem Husky vorm Fahrrad oder mehreren vorm Wagen. Und eventuell auch vorm Schlitten – bei sibirischen Temperaturen in Skandinavien. „Da reicht es nicht, ein- oder zweimal in der Woche mit den Tieren zu trainieren. Du musst mit ihnen leben, du musst Rudel sein”, betont Dunker. Sie hat seit Jahrzehnten Erfahrungen mit Huskys, und als ausgebildete Erzieherin und Mutter einer elf-jährigen Tochter kennt sie sich auch mit heranwachsenden Menschen aus.

 Canicross, das Joggen auf Schnelligkeit mit dem am Gürtel befestigten Hund vorneweg, können die Jugendlichen schon. Felix hat sogar im vergangenen Herbst in Ströhen beim Auftaktlauf zur Norddeutschen Meisterschaft der Schlittenhunderennen einen ersten Platz belegt. Anfang März will er nach Sachsen zum dritten Lauf.

 Viel Training, keine stundenlangen Handy- oder PC-Sessions – das lobt Antonia ausdrücklich. So lerne man eine ganz andere Welt kennen. Und entwickle Sozialkompetenz, fügt Felix hinzu. Die Internatszeit soll ein Jahr betragen. Bewerbungen sollten bis Juni eingegangen sein.

 Statt sich vormittags mit Mathe und Deutsch zu beschäftigen, begrüßen die Teilnehmer morgens die Hunde mit Streicheleinheiten, misten den Zwinger aus und geben den Tieren Wasser. Futter gibt es erst später, denn anschließend geht es auf zehn bis 15 Kilometer lange Renntouren. Trotzdem darf natürlich die Schule nicht vernachlässigt werden. Darum hat Dunker eine Vereinbarung mit der Rendsburger Abendschule getroffen, wo nach dem Hunde-Tag gebüffelt werden soll. Schüler unter 15 Jahren wie Malte müssen allerdings vormittags in eine reguläre Schule in der Nähe gehen. Um die elterlichen Kosten für die jungen Teilnehmer zu senken, hofft Dunker für ihr Projekt auf Sponsoren.

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