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„Wir haben große Defizite“

IT-Sicherheit „Wir haben große Defizite“

Um die Sicherheit von IT-Systemen ist es nach Ansicht von Experten nicht gut bestellt: „Wir haben große Defizite“, sagte Marit Hansen, Leiterin des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), am Montag bei der ULD-Sommerakademie in Kiel.

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Quelle: Carsten Rehder/ dpa/ Archiv

Kiel. Dies betreffe nicht nur Smartphones und Computer, sondern auch das Rückgrat des Systems – die IT-Infrastruktur. Der Grund sei eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit der Informatik sowie eine Monopolstellung an kritischen Punkten. „Ohne Vertrauenswürdigkeit gibt es keine Informationsgesellschaft, das ist meine Überzeugung“, mahnt Hansen. Lösungsansätze sieht sie unter anderem in einem eingebauten Datenschutz in IT-Infrastrukturen, maximaler Transparenz sowie dem Vermeiden von unkontrollierbaren Abhängigkeiten.

Auch für die Bundesregierung sei „das Thema vertrauenswürdige IT-Infrastruktur von größter Bedeutung“, erklärte Ole Schröder, parlamentarischer Staatssekretär. Er sei überzeugt, wenn die Chancen des digitalen Wandels für den Einzelnen und die Gesellschaft bestmöglich genutzt werden sollen, brauche es einen Ordnungsrahmen. „Wir treten daher für ein hohes Niveau an digitaler Sicherheit ein.“ Das IT-Sicherheitsgesetz, das seit Ende Juli in Kraft ist, sei nicht nur ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer vertrauenswürdigen digitalen Infrastruktur, sondern auch eine „Blaupause für die Diskussion auf europäischer Ebene“. Deutschland müsse in Zukunft Verschlüsselungsstandort Nummer eins werden, wünscht sich Schröder.

„IT-Sicherheit ist schon lange kein Nischenthema mehr“, erklärt Ammar Alkassar, Vorstandsvorsitzender der Sirrix AG, und rät Unternehmen und Verwaltungen kritische Komponenten gegen sichere Eigenentwicklungen auszutauschen. Traditionelle Methoden zum Schutz vor Angriffen reichten heutzutage oft nicht mehr aus. „Ein Problem ist, dass viele der heutigen IT-Systeme von Monopolisten abhängen“, sagte Alkassar. Diese sähen sich nicht unbedingt deutschen oder europäischen Werten verpflichtet.

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Ein Artikel von
Jana Ohlhoff
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