14 ° / 10 ° Regen

Navigation:
Wrack der „Condor“ in Rostock eingetroffen

Fehmarn Wrack der „Condor“ in Rostock eingetroffen

Der Fischkutter „Condor“ ist in Rostock angekommen und liegt auf dem Tonnenhof auf dem Trockenen. Jetzt nehmen Fachleute das mehr als 70 Jahre alte Holzschiff unter die Lupe. Es geht um die Frage, warum die „Condor“ sank und zwei Menschen in den Tod riss.

Voriger Artikel
Weitere Entschädigungsklage angekündigt
Nächster Artikel
Weniger Sonne, mehr Regen

Das Wrack der "Condor" wurde gehoben.

Quelle: Frank Behling

Fehmarn. Das aus der Ostsee vor Fehmarn gehobene Wrack des Kutters „Condor“ ist in Rostock eingetroffen. Nach einer Nachtfahrt über die Ostsee erreichte der Schwimmkran „Sanne A“ mit dem Kutter an Bord am Dienstagmorgen den Tonnenhof in Rostock-Warnemünde. Dort soll das am Montag gehobene Wrack von Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) inspiziert werden. Die „Condor“ war am 6. Februar aus bislang unbekannter Ursache gesunken. Der Kapitän und sein Decksmann kamen dabei ums Leben.

Bergung aus 22 Meter Tiefe

Die „Condor“ wurde auf dem Gelände des Tonnenhofs abgestellt und mit Holzlatten gesichert. Ein Ermittlerteam der BSU wird das Schiff dort in den nächsten Tagen genau unter die Lupe nehmen auf der Suche nach Hinweisen, warum der Fischkutter untergegangen ist. Dabei werde unter anderem der Zustand des Schiffes und der Netze geprüft, ob es offene Luken an Bord gab und ob der Vorwärts- oder der Rückwärtsgang eingelegt war, hieß es aus der BSU.

Hier sehen Sie Bilder vom gesunkenen Fischkutter Condor in Rostock.

Zur Bildergalerie

Die Bergung am Montag sei wegen des Alters des Kutters und der Wassertiefe aufwendig gewesen, sagte der Bergungsleiter Jens Pap der Deutschen Presse-Agentur. Der 1943 gebaute Kutter musste aus 22 Meter Tiefe vom Grund der Ostsee an die Wasseroberfläche gehoben werden. „Dabei waren keine Beschädigungen am Rumpf zu erkennen“, sagte Pap. An der Bergung waren sechs Taucher, ein Schwimmkran und ein Arbeitsschiff beteiligt.

Die Untersuchung des Wracks in Rostock wird nach Einschätzung des BSU noch bis zum Ende der Woche dauern. Der Untersuchungsbericht werde voraussichtlich in einem Jahr im Internet veröffentlicht werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3