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Mehr Wertschätzung für das Frühstück

Feinheimisch Mehr Wertschätzung für das Frühstück

Morgens wie ein Kaiser – sagt das Sprichwort. Die meisten Frühstücksvarianten, die in Cafés, Bistros und Hotels angeboten werden, ermöglichen das zwar von der Menge her. Für Oliver Firla, Vorstandsvorsitzender des Vereins Feinheimisch, ist die Qualität der Produkte jedoch noch wichtiger als die Quantität.

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Zum Frühstück kamen (v. li.) Feinheimisch-Vorstandschef Oliver Firla, Tatjana Tegel von der Meierei Horst, Feinheimisch-Vorstandsmitglied Andreas Vorbeck und Geschäftsführer Markus Huber sowie Ex-Minister Jörn Biel und Staatssekretär Frank Nägele.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel.  Daher warb er am Donnerstag im Hotel Kieler Yacht Club für morgendliche Mahlzeiten als Grundlage für „einen guten Start in den Tag“. Und er konstatierte auch, dass sich der längst überfällige Wandel hin zu mehr Wertschätzung des Dejeuners bereits abzeichne.

 „Das Frühstück verändert sich“, sagte Firla. Sahen die opulenten Büfetts in der Vergangenheit all-überall fast identisch aus (Nürnberger Würstchen lassen grüßen), wagten immer mehr Gastronomen, ihren Gästen kleinere, dafür aber exquisitere Frühstücke anzubieten. „Weniger ist mehr“, betonte er. Außerdem könne ein Angebot, das aus regionalen Produkten bestehe und durch seinen Geschmack besteche, zu einem Aushängeschild werden und die Gäste binden.

 Feinheimisch-Geschäftsführer Markus Huber unterstrich, dass entsprechende Frühstücksangebote auch nachhaltiger seien: „Es muss weniger weggeworfen werden.“ Und um für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren, schickt der Verein voraussichtlich von Mitte April an eine „rollende Genuss-Akademie“ auf Reisen, wie Huber ankündigte. Die Auslieferung des sogenannten Foodtrucks, in dem sich eine voll eingerichtete Küche befinden wird, verzögere sich – doch zur der Landesgartenschau in Eutin (Start: 28. April) soll dieser nun seinen ersten großen Auftritt haben. „In dem Mobil werden wir Kurse zur kulinarischen Früherziehung von Kindern anbieten.“ Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 115000 Euro, von denen der Giroverband der Sparkassen 100000 Euro trägt.

 Tatjana Tegel von der Meierei Horst eG stellte bei der Veranstaltung ihre Produkte vor. Mit dem Gütesiegel von Feinheimisch soll demnächst eine Butter aus ihrem Hause auf den Markt kommen, in der Salz von der Insel Sylt verarbeitet wird. Über dergleichen Schub für die regionale Küche freute sich auch der frühere Landesminister Jörn Biel, der seit 2011 privates Fördermitglied von Feinheimisch ist. „Ich freue mich immer, wenn ich Produkte aus der Region kaufen kann“, bekannte er. Was für ihn ein gutes Frühstück ausmacht? „Für mich gehört ein schönes Rührei, gutes Brot und ein Tee dazu – andere mögen Kaffee trinken, für mich ist es Tee.“

 Auch ein aktueller Vertreter aus der Politik stellte sich hinter die Ziele des Vereins: Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele nannte den Verein „einen ganz wesentlicher Botschafter“ des Landes. Und als solcher tritt dieser unter anderem wieder auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (9. bis 13. März) oder auf dem Hamburger „Food Market“ (Anfang September) in mundende Erscheinung.

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