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Ferienstart: Staugefahr im Norden

Mit Karte Ferienstart: Staugefahr im Norden

Auf den Straßen in Schleswig-Holstein wird es an diesem Wochenende richtig eng. Polizei und ADAC warnen zum Beginn der großen Ferien vor landesweiten Verkehrsbehinderungen. Auf den Autobahnen herrsche „extrem hohe Staugefahr“, heißt es beim Autoclub.

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Auf der A7 könnte es heute eng werden: Im ganzen Land beginnen die Schulferien.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Besonders die A7 als Nord-Süd-Achse könnte aufgrund der Baustellen an diesem Wochenende für viele Urlauber zur Geduldsprobe werden.

Rund 380000 Schüler werden am heutigen Freitag ihre Zeugnisse erhalten und in die Sommerferien verabschiedet. Viele Familien starten dann sofort am ersten Wochenende in den Urlaub und könnten auf der Fahrt eine böse Überraschung erleben. Denn nicht nur im nördlichsten Bundesland, auch in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Sommerferien begonnen. Aus Hessen und Rheinland-Pfalz rollt die zweite Reisewelle an. „Keine Frage, es wird sehr voll“, sagt Ulf Evert, Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein. Besonders auf den Autobahnen sollten sich Reisende auf Staus einstellen. „Alle, die ins Land herein- oder herausfahren möchten, müssen über die A1 oder die A7 fahren.“ Bereits am vergangenen Wochenende kamen die Reisenden auf diesen Strecken oft nur im Schneckentempo voran. „Besonders die A7 ist eine einzige Baustelle. Wenn es da zu einem Unfall kommen sollte, ist alles dicht.“ Die A1 sei ebenfalls anfällig, auch dort könne es schnell zum Stillstand kommen. Auch Dänemark-Urlauber müssen sich auf eine ungewohnt lange Anreise gefasst machen. „Durch die Kontrollen an den Grenzen wird es auf dem Weg nach Dänemark nicht so schnell gehen, wie wir es aus den vergangenen Jahren gewohnt waren“, erklärt Evert. Besonders am Sonnabend drohten Staus, weil der Bettenwechsel in Dänemark ansteht und Tagesausflügler unterwegs sind.

"Das ganze Land potenziell Gefahrengebiet"

Grundsätzlich müssten Urlauber aber auf allen größeren Straßen in Schleswig-Holstein mit Behinderungen rechnen. „Letztlich ist das ganze Land ein potenzielles Gefahrengebiet für Staus“, sagt der Verkehrsexperte. Neben den offensichtlichen Ursachen wie Baustellen und den Grenzkontrollen sei das große Verkehrsaufkommen ein Staufaktor.

Evert rät Reisenden: „Am besten gar nicht erst in einen Stau geraten, sondern vorher Informationen einholen.“ Er sagt: „Wer unter der Woche, etwa am Dienstag oder Mittwoch, fahren kann, reist meist entspannter.“ Für den Fall, dass es doch zum Stillstand kommt, gelten die bekannten Tipps. So sollten von vornherein ausreichend Getränke mitgenommen werden. Für die Kinder auf der Rückbank sollten Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord sein. „Und im Zweifel ist es besser, die nächste Ausfahrt zu nehmen, etwas zu essen oder es sich einige Stunden nett zu machen.“

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