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Feuerwehr versorgte Autofahrer mit Getränken

Staus auf der A7 Feuerwehr versorgte Autofahrer mit Getränken

Vollsperrung der A7 und Sommerwetter, das an die Stände von Nord- und Ostsee lockte: Kilometerlange Staus bildeten sich am Wochenende in und um Hamburg. Geduld und Getränke waren gefragt - mit Flüssigem half die Feuerwehr.

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Die A7 zwischen Stellingen und Dreieck Nordwest war ist bis Montag 5 Uhr komplett gesperrt.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. Die Vollsperrung der A7 in Hamburg wegen Baumaßnahmen hat am Wochenende kilometerlange Staus ausgelöst. Das Sommerwetter lockte zusätzliche Ausflügler auf die Straßen Richtung Ost- und Nordsee. Die Feuerwehr rückte am Sonnabend nach Notrufen aus den Staus aus, um die Wartenden mit Getränken zu versorgen. Wegen der Bauarbeiten war die A7 zwischen Hamburg-Stellingen und dem Dreieck Nordwest von Freitagabend an für 55 Stunden voll gesperrt.

Aufgrund der sommerlichen Wetterlage sei es am Samstag zu einem überraschend erhöhten Verkehrsaufkommen gekommen, das sogar die Möglichkeiten der Umleitungsstrecken übersteigen ließ, berichtete der zuständige Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs am Sonntag. Auch auf Ausweichrouten mussten Autofahrer viel Geduld mitbringen. „Mit so viel Verkehr hatten wir nicht gerechnet“, sagte Fuchs. Am Samstag hatte er allen Autofahrern empfohlen, das Gebiet um den gesperrten A7-Abschnitt sehr weiträumig zu umfahren und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Autofahrer riefen die Feuerwehr

Am Sonnabendmittag waren bei der Feuerwehr die ersten Anrufe von Autofahrern eingegangen, die seit Stunden im Stau standen und nichts zu trinken hatten, wie Sprecher Torsten Wesselly berichtete. 30 bis 40 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr und der Johanniter seien daraufhin ausgerückt, um die Wartenden mit Getränken zu versorgen. Bei dem sechsstündigen Einsatz wurden 1200 Liter Wasser verteilt, hieß es. Am Sonntag gab es vergleichsweise weniger Stau.

Die Bauarbeiten verliefen währenddessen planmäßig. „Wir liegen wunderbar in der Zeit“, sagte Christian Merl, Sprecher des Baukonsortiums Via Solutions Nord. Beide Brücken wurden abgerissen und eine neue eingebaut. „Wir sind optimistisch, dass wir am Abend mit den Arbeiten fertig sind“, so Merl. Ab Montagfrüh kann der Verkehr dann wieder über die A7 rollen. Die Autobahn 7 zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Deutschland. Bis zu 150 000 Fahrzeuge nutzen sie täglich.

Das warme Spätsommerwochende hatten tausende Menschen genutzt, um an der Ostsee noch einmal Sonne und Meer zu genießen. Besonders voll war es in Timmendorfer Strand, wo am Wochenende auch noch die Beachvolleyball-Meisterschaften stattfanden. Hier waren teilweise kaum noch Strandkörbe zu bekommen. Aber auch in den Nachbarorten Scharbeutz oder Niendorf herrschte reger Betrieb an der Promenade und an den Stränden. Bei 19 bis 20 Grad Wassertemperatur - mehr als an manchen Tagen im Hochsommer - waren viele im Wasser, surften oder übten sich in Stand-Up-Paddling.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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