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Jetzt wird digital gefunkt

Feuerwehren im Land Jetzt wird digital gefunkt

Die Ära der analogen Funkgeräte geht ihrem Ende entgegen: Nach der Polizei haben nun auch kommunale Behörden und Organisationen in Schleswig-Holstein mit der Umstellung auf Digitalfunk begonnen. Für elf Millionen Euro rüstet die „Motorola Solutions Germany GmbH“ derzeit Einsatzkräfte, Feuerwehren, Rettungswagen und Leitstellen mit der Funktechnik aus.

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Symbolische Übergabe des ersten digitalen Handfunkgeräts: (von links) Dirk Oesau (Koordinator), Jörg Bülow (Gemeindetag), Hans-Adolf Bilzhause (GMSH), Christoph Thomas (Motorola), Jochen von Allwörden (Städteverband).

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die ersten sechs Kreise sind bereits mit der neuen Technik ausgestattet, die weiteren folgen bis 2018 – insgesamt 19 200 Handfunkgeräte, 5300 Fahrzeugfunkgeräte und 600 ortsfeste Funkanlagen, außerdem Zubehör wie Antennen, Sprechgarnituren und Schutztaschen umfasst das Auftragsvolumen. „Es ist das umfassendste Beschaffungsprojekt der schleswig-holsteinischen Kommunen überhaupt“, sagte Jörg Bülow, geschäftsführender Vorstand der kommunalen Landesverbände.

 Die Sammelbestellung aller Kreise und Kommunen Schleswig-Holsteins hat gleich mehrere Vorteile. „Die einheitliche Geräteausstattung auf dem neuesten technischen Stand bietet landesweite Synergien bei der Anwendung und Ausbildung der Nutzer“, sagte Bülow. Davon profitiere das Ehrenamt innerhalb der Feuerwehren im Land im besonderen Maße. Außerdem habe man dadurch einen günstigen Preis erzielen können, sagte der GMSH-Geschäftsführer Hans-Adolf Bilzhause. Die Haltbarkeit der Geräte bezifferte Motorola-Solutions-Geschäftsführer Christoph Thomas auf etwa zehn Jahre, für eben diesen Zeitraum sichert der Hersteller auch den technischen Support zu. „Die Geräte bräuchten eine bestimmte Zertifizierung und ein datengeschütztes Netz“, erklärte Dirk Oesau, hauptamtlicher Koordinator für die Kommunen. Für so etwas kämen nicht viele Anbieter infrage. Neben Motorola habe es deshalb nur noch einen zweiten ernstzunehmenden Bewerber gegeben.

 Auch die Polizei ist vor zwei Jahren mit digitaler Funktechnik von Motorola ausgestattet worden. Die neue Technik sorgt aber bis heute für Probleme. Vor allem mit Systemausfällen und Funklöchern hatten die Beamten zu kämpfen. Mittlerweile scheint es aber so, als habe man sich mit dem aktuellen Zustand arrangiert, sagt Manfred Börner. Nach Angaben des Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei gebe es aber immer noch Orte ohne Funk – beispielsweise in Krankenhäusern und bestimmten Bereichen des UKSH. Positiv am Digitalfunk sei, so Börner, dass dieser abhörsicher sei.„Ansonsten ist im Vergleich zu Smartphones aber kaum ein Mehrwert erkennbar.“

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