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Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz in Marne

Brand in Eisenwarenladen Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz in Marne

Tragisches Ende eines Großeinsatzes der Feuerwehr in Marne (Kreis Dithmarschen): Ein Feuerwehrmann (30) stirbt in einem brennenden Haus. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Es ist der erste tödliche Unfall bei der Feuerwehr in Schleswig-Holstein seit Jahren. Die Stadt Marne hat Trauerbeflaggung angeordnet.

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Ein Feuerwehrmann kam bei einem Einsatz in Marne ums Leben.

Quelle: Michael Behrendt/dpa

Marne. Der tödliche Unfall eines jungen Feuerwehrmannes hat Trauer und Entsetzen bei den Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein ausgelöst. Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, und Dithmarschens Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters zeigten sich in einer ersten Reaktion zutiefst betroffen. "Unser tiefes  Mitgefühl gilt in erster Linie den Angehörigen des Kameraden, aber auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marne", sagten beide.

Der 30-jährige Feuerwehrmann ist am Sonntag bei einem Löscheinsatz ums Leben gekommen. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde nach Angaben der Technischen Einsatzleitung leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. "Bei aller hochentwickelter Technik und intensiver Schulung darf nie vergessen werden, dass Feuerwehrdienst immer auch etwas mit Gefährlichkeit zu tun hat", sagt Landesbrandmeister Detlef Radtke. Umso mehr gelte allen Feuerwehrangehörigen höchster Respekt für ihre Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlung zum Unglück auf. Die Ausrüstung des Feuerwehrmannes wurde von der Polizei beschlagnahmt. Nach Angaben der Feuerwehr war der junge Mann bei dem Einsatz mit Atemschutzgeräten im Haus. Wie es dort zu dem Unglück kam, war zunächst unklar.

Die Kameraden des verstorbenen Feuerwehrmanns wurden seelsorgerisch betreut, wie es weiter hieß. "Neben der Aufklärung der Ursache für diesen tragischen Unfall steht aus Sicht der Feuerwehr im Moment die Betreuung der Feuerwehrangehörigen im Mittelpunkt, die ihren Kameraden im Einsatz verloren haben. Denn das ist das Schlimmste, was Feuerwehrleuten passieren kann", machen Radtke und Peters klar.

Das Feuer in dem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Marner Innenstadt war am Sonntagmorgen ausgebrochen. Rund 150 Feuerwehrmänner brachten den Brand in dem Haus, in dem sich auch ein Eisenwarenladen befindet, unter Kontrolle. Noch Stunden später löschte die Feuerwehr auflodernde Glutnester. Das Gebäude brannte vollständig aus; die Brandursache ist unklar. Der Eisenwarenladen sollte zum Jahresende schließen.

Marnes Bürgermeister Dr. Klaus Braak zeigte sich zutiefst erschüttert vom Geschehen. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und den Kameraden unserer Marner Feuerwehr“. Er war während der seelsorgerischen Betreuung seiner Feuerwehrleute persönlich mehrere Stunden vor Ort. In Absprache mit Amtsvorsteher Harm Schloe wurde für die Stadt Marne für Montag Trauerbeflaggung angeordnet.

Eine Brandwache wird durch die Nachbarfeuerwehren bis in die Morgenstunden sichergestellt. Die durch den Ort verlaufende Bundesstraße B5 bleibt bis auf Weiteres in beide Richtungen gesperrt.

Der letzte tödliche Unfall im Einsatzgeschehen in Schleswig-Holstein liegt neun Jahre zurück. Im Dezember 2006 kam ein Rettungstaucher der FF Itzehoe bei einem Einsatz ums Leben.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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Foto: Bei dem Feuerwehreinsatz in Marne starb ein 29-Jähriger.

Nach dem Tod eines Feuerwehrmannes bei einem Einsatz in Marne sind in der Gemeinde die Flaggen auf halbmast gesetzt. Bürgermeister Klaus Braak ordnete in Absprache mit Amtsvorsteher Harm Schloe die Trauerbeflaggung an.

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