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Maßnahmen für mehr Sicherheit

Erschossener Finanzbeamter Maßnahmen für mehr Sicherheit

Vor einem Jahr erschoss ein Steuerberater im Finanzamt Rendsburg einen Beamten. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete Sicherheitsvorschläge, die jetzt umgesetzt werden. Die Verwaltung soll aber nach den Vorstellungen von Ministerin Heinold offen und bürgernah bleiben.

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Vor einem Jahr wurde ein Finanzbeamter aus Rendsburg an seinem Arbeitsplatz erschossen.

Quelle: Daniel Bockwoldt/ dpa/ Archiv

Kiel. Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen Finanzbeamten in Rendsburg sollen verschiedene Maßnahmen für mehr Sicherheit in Schleswig-Holsteins Finanzbehörden sorgen. Unmittelbar nach dem Mord im Finanzamt der Stadt am 1. September 2014 hatte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes für die Finanzämter beauftragt. Am 14. September beginnen für Mitarbeiter Fortbildungen zum Thema „Eigensicherung am Arbeitsplatz“, teilte das Finanzministerium am Montag in Kiel mit. Im Zentrum stehe der Umgang mit möglichen Gefahrensituationen am Arbeitsplatz.

Zudem sollen sämtliche Arbeitsplätze ein Mitarbeiteralarmsystem erhalten. Das Geld für die Software sei längst bewilligt. Wann sie angeschafft werde, stehe aber wegen der vorgeschriebenen Ausschreibungen noch nicht fest, sagte ein Ministeriumssprecher. Das System solle „so schnell wie möglich“ realisiert werden.

Allein für Sicherheitsmaßnahmen sollen Finanzbehörden nicht extra umgebaut werden. „Wenn aber ohnehin Umbauten geplant sind, werden dabei Empfehlungen der Polizei für mehr Sicherheit berücksichtigt werden“, sagte der Sprecher. Dabei gehe es um den Schutz vor Einbrüchen und Vandalismus. Die Sicherheitsempfehlungen sollen sich unter anderem auf bauliche Aspekte, die Büroeinrichtung sowie die technische Ausstattung beziehen.

Ein inzwischen wegen Mordes verurteilter 55-jähriger Steuerberater aus Fockbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) hatte einen 57 Jahre alten Abteilungsleiter der Rendsburger Finanzbehörde mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Der Steuerberater hatte sich seit Jahren vom Finanzamt schikaniert gefühlt.

Zum Jahrestag des Verbrechens betonte Heinold: „Wir wissen, dass wir eine Tat wie in Rendsburg nie ganz ausschließen können. Mir ist aber wichtig, dass alles dafür getan wird, dass wir die Sicherheit für unsere Beschäftigten verbessern.“ Zugleich versicherte sie, die Verwaltung werde auch in Zukunft offen und bürgerfreundlich sein. „Bei allen sachlichen Differenzen, die durch Entscheidungen der Steuerverwaltung entstehen können, muss der gegenseitige persönliche Respekt voreinander immer gewahrt bleiben“, mahnte Heinold

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