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Pilgern zur Weltklimakonferenz

Habeck: Ziel festlegen Pilgern zur Weltklimakonferenz

Von Flensburg nach Paris — das ist das Ziel der Pilger, die auf den Klimawandel aufmerksam machen wollen. Dabei gibt es prominente Unterstützung aus der Politik. In Skandinavien machte sogar der Hochadel mit.

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Zum bundesweiten Start des ökumenischen Pilgerwegs zur Weltklimakonferenz in Paris hat sich der Kieler Energiewende-Minister Robert Habeck (Grüne) für eine klare Festlegung von Klimazielen ausgesprochen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer/ Archiv

Flensburg. Zum bundesweiten Start des ökumenischen Pilgerwegs zur Weltklimakonferenz in Paris hat sich der Kieler Energiewende-Minister Robert Habeck (Grüne) für eine klare Festlegung von Klimazielen ausgesprochen. „Wir brauchen ein Abkommen, das alle Staaten in die Pflicht nimmt. Das Ziel, dass die globale Temperatur nicht um mehr als zwei Grad steigen darf, muss festgelegt werden“, sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur vor dem Auftakt am Sonntag (11.00 Uhr) in Flensburg.

Habeck bezweifelt aber, dass dieses Ziel auch erreicht werden kann. „Die USA haben zwar im Sommer einen Vorstoß gemacht, aber der angebliche Klimavorreiter Deutschland schafft es nicht, einen Kohleausstieg einzuleiten.“ Angesichts einer Flüchtlingskrise erhalte das Thema Klimaschutz eine neue Dringlichkeit. „Je extremer der Klimawandel ausfällt, desto mehr Menschen werden aus ihrer Heimat fliehen, weil ihre Länder im Wasser verschwinden oder es nichts mehr zu essen gibt. Wie wird Europa sich dann aufstellen?“ Klimaschutz sei keine Bremse, sondern „ein Motor für Innovationen und die Chance, Industrie und Ökologie zu versöhnen“.

Der Auftakt des ökumenischen Pilgerwegs wird am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Festakt begangen. Als Redner werden unter anderem die Vizepräsidentin im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, Katrin Kortmann, und Minister Habeck erwartet. Die Predigten halten Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt und Guy Liagre, Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen. Den Gottesdienst leiten werden unter anderem der Schleswiger Bischof Gothart Magaard und der Dompropst im Erzbistum Hamburg, Franz-Peter Spiza.

Mit dem gemeinsamen Pilgern wollen Kirchen, Verbände und andere Organisationen auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen. „Der ökumenische Pilgerweg ist eine mahnende Erinnerung der Christinnen und Christen über konfessionelle Grenzen hinweg, über unser eigenes Verhalten nachzudenken und unsere weltweite Verantwortung wahrzunehmen“, hatte Magaard laut Mitteilung der Nordkirche betont.

Die ersten Pilger hatten sich bereits im Juli am Nordkap auf den Weg gemacht und werden in Flensburg empfangen. Ende August hatten sich die Kronprinzessinnen von Schweden und Norwegen, Victoria und Mette-Marit, eingereiht. Auch Habeck will die ersten Kilometer mitwandern. Der Weg führt die Pilger über Rendsburg nach Hamburg, wo es am 26. September eine Schiffsparade geben wird. Später geht es weiter über Bremen und Dortmund nach Paris, wo die Klimakonferenz am 30. November beginnt.

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