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Rund 300 Flüchtlinge im Bahnhof

Flensburg Rund 300 Flüchtlinge im Bahnhof

Rund 300 Flüchtlinge haben sich am Montagvormittag im Flensburger Bahnhof aufgehalten. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Allein mit einem Zug aus Hamburg seien am Morgen etwa 250 gekommen, ergänzte ein Sprecher der Stadt.

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Rund 300 Flüchtlinge halten sich zurzeit im Flensburger Bahnhof auf.

Quelle: Benjamin Nolte/dpa (Archiv)

Flensburg. „Die meisten Menschen haben nach wie vor das Ziel Schweden“, sagte die Flensburger SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lange. Da der Zug aber in Flensburg ende, stiegen hier erst einmal alle aus. „Denen, die Geld haben, zeigen wir, wie sie ein Ticket bekommen“, berichtete Lange, die gemeinsam mit weiteren Helfern die Flüchtlinge im Bahnhof in Empfang nahm. Die Stimmung am Bahnhof sei aufgeregt, aber friedlich.

Da die dänische Staatsbahn Reisende ohne gültigen Fahrschein nicht befördere, „sagen wir den Menschen, sie brauchen ein Ticket“, erklärte Lange. Freiwillige Dolmetscher unterstützten die Angestellten und die Hilfesuchenden im Reisezentrum beim Fahrkartenkauf. Die meisten Flüchtlinge dürften voraussichtlich mit Regionalzügen nach Dänemark weiterreisen, berichtete ein Bundespolizeisprecher. Die dänische Bahn habe eine großzügige Lösung in Aussicht gestellt, auch für Flüchtlinge ohne Fahrkarte.

Bei der Bahn in Dänemark hieß es hingegen, in Dänemark müssten Flüchtlinge wie alle anderen Bahngäste eine gültige Fahrkarte vorweisen. „Das war bislang auch kein Problem“, sagte ein Sprecherin der Bahngesellschaft DSB am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Dänische Bahn angesichts der vielen von Deutschland nach Schweden durchreisenden Flüchtlinge darüber hinweggesehen, wenn diese ohne Fahrschein unterwegs waren. „Auch da hatten die allermeisten aber Tickets dabei.“

In Puttgarden auf Fehmarn warteten nach Angaben der Bundespolizei am Montagvormittag rund 90 Flüchtlinge auf die Fähre nach Rødby auf der dänischen Insel Lolland, von Lübeck-Travemünde aus wollten rund 160 mit dem Schiff weiter nach Schweden fahren.

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