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„Unverzichtbar“: Lifeline erhält Förderpreis

Flüchtlingshilfe „Unverzichtbar“: Lifeline erhält Förderpreis

Die Hermann Ehlers Stiftung hat den Verein Lifeline mit dem Kai-Uwe von Hassel-Förderpreis 2015 ausgezeichnet. Lifeline engagiert sich seit Jahren als Vormundsschaftsverein des Flüchtlingsrats für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

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Foto: Vorstandsmitglied der Hermann Ehlers Stiftung, Angelika Volquartz, überreichte Ole Vent (Mitte) die Auszeichnung. Bischof Gothart Magaard gratulierte.

Quelle: Marcia Jankwitz

Kiel. Mit dem mit 2500 Euro dotierten Preis werde Lifeline „für den unermüdlichen und herausragenden Einsatz für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet, die ohne Begleitung und jegliche Perspektiven nach Deutschland kommen“, heißt es in der Begründung der Hermann Ehlers Akademie, die den Preisträger bereits Anfang des Jahres auswählte – nicht ahnend, wie drängend das Thema bei der Preisverleihung am 2. November sein würde. Bisher sind in diesem Jahr bereits 2500 unbegleitete Minderjährige in Schleswig-Holstein gestrandet, davon über 400 in Kiel.

Angelika Volquartz vom Vorstand der Stiftung überreichte den Preis in einer Feierstunde vor rund hundert Gästen. „Die Arbeit des Flüchtlingsrates und von Vereinen wie Lifeline wird in der Zukunft ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft sein“, sagte Volquartz. Diese Arbeit bedeute nicht nur, unbegleiteten Minderjährigen die Hand zu reichen, sondern auch, ihnen den Weg in unsere Sprache, unsere Kultur und unsere demokratische Grundordnung aufzuzeigen.

„Die Arbeit von Lifeline ist für mich ein wichtiges Beispiel dafür, wie über Jahre hinweg, mit langem Atmen und viel Energie daran gearbeitet wird, dass die notwendige Verantwortung gegenüber den unbegleiteten Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird“, betonte Bischof Gothart Magaard in seiner Laudatio. Ole Vent und Rabea Bahr von Lifeline wiesen darauf hin, dass die Vereinsarbeit auf eine sichere Bleibeperspektive der unbegleiteten Minderjährigen ziele: „Ohne diese Perspektive laufen alle Integrationsmaßnahmen ins Leere.“

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Foto: Auf dem unteren Abschnitt des Parkplatzes am Tempest beim Olympiazentrum Schilksee sollen 100 Container für Flüchtlinge aufgestellt werden. Stadtrat Gerwin Stöcken stellte am Montag dem Ortsbeirat und Bürgern entsprechende Pläne vor.

Die Stadt rechnet in diesem Jahr mit 4400 Flüchtlingen. Laut Stadtrat Gerwin Stöcken „müssen die Menschen auf alle Stadtteile verteilt werden“. Als neuesten Standort nahm er den Parkplatz Tempest in Schilksee in Augenschein. Noch 2015 sollen 170 bis 180 Flüchtlinge in Wohncontainern für je zwei Personen untergebracht werden.

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