17 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Täter hat Revision eingelegt

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft Täter hat Revision eingelegt

Der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Escheburg wird ein Fall für den Bundesgerichtshof. Der verurteilte Täter hat Revision gegen das Urteil des Lübecker Landgerichts eingelegt, bestätigt Ralf-Peter Anders von der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage KN-online. Unklar ist, ob unter Umständen das komplette Verfahren nun neu aufgerollt werden muss.

Voriger Artikel
Frauen im Job benachteiligt
Nächster Artikel
Eltern können aufatmen

Die Große Strafkammer des Landgerichts in Lübeck hatte den 39-Jährigen am 11. Mai zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck/Escheburg. Die Große Strafkammer des Landgerichts in Lübeck hatte den 39-Jährigen am 11. Mai zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Beschuldigte am 9. Februar eine Fensterscheibe eingeworfen habe, Pinselreiniger ausgegossen und angezündet habe. Gegen das Urteil hat der Verteidiger des Verurteilten nun Revision eingelegt.

Für seinen Mandanten steht viel auf dem Spiel: Kim-Alexander M. ist Finanzbeamter in Hamburg. Würde das Lübecker Urteil in Kraft treten, würde er seinen Beamtenstatus inklusive aller finanziellen Bezüge verlieren. Dies ist grundsätzlich so laut Beamtenrecht bei Verurteilungen von mehr als zwölf Monaten.

Da das Strafverfahren bereits auf höchster landgerichtlichen Instanz stattgefunden hat, scheidet das Oberlandesgericht als nächst höhere juristische Ebene aus und das Verfahren wird zur Entscheidung an den Bundesgerichtshof übergeben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3