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Flugbetrieb geht vorerst weiter

Lübeck-Blankensee Flugbetrieb geht vorerst weiter

Über dem Lübecker Flughafen kreist mal wieder der Pleitegeier. Der chinesische Eigner Chen zahlt nicht mehr. Doch der Insolvenzverwalter verbreitet Optimismus. Es habe sich bereits ein neuer Interessent gemeldet, sagt er.

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Über dem Lübecker Flughafen kreist mal wieder der Pleitegeier.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. Der Betrieb am Lübecker Flughafen Blankensee geht trotz des erneuten Insolvenzantrages zunächst weiter. Die Gehälter der 85 Mitarbeiter seien bis Ende November gesichert, bis dahin müsse ein tragfähiges Konzept für den Flughafen erarbeitet werden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Pannen am Donnerstag. Er sehen aber gute Chancen, einen neuen Betreiber zu finden, sagte Pannen. Bereits am Donnerstag habe sich ein Interessent aus dem europäischen Ausland bei ihm gemeldet. Der Geschäftsführer des Airports, Peter Steppe, hatte am Mittwoch beim Amtsgericht Lübeck Insolvenzantrag gestellt.

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air kündigte unterdessen an, weiterhin ab Lübeck zu fliegen. „Alle der bis zu 14 Flüge pro Woche bleiben ungeachtet von organisatorischen Veränderungen im Flughafenmanagement bestehen“, sagte Wizz Air Sprecher Daniel de Carvalho. Dies betreffe die Verbindungen von Lübeck nach Danzig, Kiew, Riga und Skopje sowie die geplanten Verbindungen nach Bukarest und Sofia.

„Es kam kein Geld mehr aus China, deshalb musste ich die Reißleine ziehen“, sagte Steppe. Bereits vor dem Insolvenzantrag hatte er den Verkauf des Firmensitzes der Puren Germany GmbH in Lauenburg in die Wege geleitet. Die Gesellschaft des chinesischen Geschäftsmannes Yongqiang Chen hatte den Flughafen am 1. August 2014 übernommen. Drei Monate zuvor hatte der Flughafen bereits einmal Insolvenz anmelden müssen, weil der damalige Eigner Mohamad Rady Amar, ein Geschäftsmann mit ägyptischen Wurzeln, untergetaucht war.

Von Chen sei er enttäuscht, sagte Steppe. „Wir haben doch alles gemacht, was er von uns wollte und jetzt kommt plötzlich ohne Angabe von Gründen kein Geld mehr“, sagte Steppe, der die Geschäftsführung des Airports erst am 1. Mai übernommen hatte.

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