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„Millionen-Spritze“ für Spitzenforscher in Kiel und Lübeck

Förderprogramm „Millionen-Spritze“ für Spitzenforscher in Kiel und Lübeck

Mit einem Millionenprogramm für Top-Wissenschaftler will Schleswig-Holstein seine Führungsposition in der Entzündungsforschung festigen. Spezielle Professuren sollen Spitzenforscher an die Unis Kiel und Lübeck binden. Fünf Millionen Euro steuert das Land bei, drei Millionen beide Hochschulen und das Uni-Klinikum.

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Wissenschaftsministerin Kristin Alheit stellte am Donnerstag ein Millionenprogramm für die Entzündungsforschung in Schleswig-Holstein vor.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. In der Entzündungsforschung ist der Norden in der Spitze dabei – und das soll auch so bleiben. Das Land wolle seine Stärken in der Forschung weiter stärken, sagte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) am Donnerstag. Die Unis wollen ihre besten Wissenschaftler gegen harte Konkurrenz an sich binden.

Das zunächst auf sechs Jahre angelegte Programm sei in Deutschland einmalig. Es sieht für jeden der acht Inhaber einer „SH Chair“ genannten Sonderprofessur eine zusätzliche Juniorprofessur in seiner Arbeitsgruppe vor.

Ein Ziel besteht darin, dass die Entzündungsforscher aus dem Norden auch in der nächsten Phase der Spitzenforschungsinitiative des Bundes und der Länder zum Zuge kommen. Sie beginnt 2019. Auch mit Projekten in der Meeresforschung, in der Nanotechnik und in den Geisteswissenschaften will der Norden Alheit zufolge dabei sein.

Das Förderprogramm trage dazu bei, Spitzenforscher mit attraktiven Lebens- und Arbeitsbedingungen zu halten, sagte der Präsident der Uni Kiel, Lutz Kipp. Vier der acht durchweg männlichen „SH Chair“-Inhaber schlugen Rufe namhafter ausländischer Hochschulen aus. Es gebe in Schleswig-Holstein besonders gute Bedingungen, Entzündungsforschung auf hohem Niveau eng mit Präzisionsmedizin zu verbinden, sagte zu seiner Motivation der Kieler Molekularmediziner Philip Rosenstiel.

Die Konkurrenz auch in Deutschland sei riesig und finanzstark, sagte der Kieler Medizin-Dekan Ulrich Stephani. Der Sprecher des Exzellenzclusters Entzündungsforschung, Stefan Schreiber, bedauerte, dass unter den ausgewählten „SH-Chair“-Inhabern keine Frauen sind. „Daran müssen wir arbeiten. Ein „Frauenbonus“ sei aus seiner Sicht aber nicht sinnvoll.

dpa

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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