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Stirbt der Dorsch in der Ostsee aus?

Forscher warnt Stirbt der Dorsch in der Ostsee aus?

Der Klimawandel wird für die heimischen Fischarten in der Ostsee zur Bedrohung. Flunder, Kabeljau oder Dorsch zählen „ganz klar zu den Verlierern“, erklärte der Kieler Meeresökologe Prof. Thorsten Reusch in einem Interview mit den Kieler Nachrichten.

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Ist der Dorsch in der Ostsee in einigen Jahrzehnten bereits ausgestorben? Ein Kieler Forscher schlägt Alarm.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Kiel. Die Temperatur im „Hausmeer“ des Nordens steige klimabedingt drei Mal schneller als in den Ozeanen, sagte der Wissenschaftler am Kieler Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Er warnte: „Vor allem dem Dorsch wird es eindeutig zu warm in der Ostsee. Wir gehen davon aus, dass er bei uns in 50 bis 80 Jahren ausgestorben sein könnte.“

Aus Sicht des Meeresökologen verändert sich die Meeresfauna in der Ostsee „wie in einer Art Zeitraffer“. Wegen der überproportional starken Erwärmung gelangten nun auch bislang unbekannte Fischarten wie Sardellen, Wolfsbarsche oder bis zu 50 Zentimeter große Meeräschen aus der Biskaya und dem Ärmelkanal in die Ostsee. Andere Fischarten wie zum Beispiel Sprotten wanderten hingegen Richtung Norden ab. Somit fehle den Dorschen eine wichtige Futterquelle.

Reusch forderte von der Politik schnelles Handeln. So sei der Dorsch nicht nur durch den Klimawandel bedroht. Auch seien die Fangquoten in der westlichen Ostsee viel zu hoch: „Es besteht die Gefahr, dass dort bei einem schlechten Jahr für den Dorsch-Nachwuchs der Bestand komplett zusammenbricht.“

 Ein ausführliches Interview mit dem Kieler Meeresökologen Prof. Thorsten Reusch lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Kieler Nachrichten.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Wenn wir vom Klimawandel hören oder lesen, scheint er weit weg zu sein. Zum Beispiel in Afrika, wo extreme Dürre Millionen von Menschen mit dem Hungertod bedroht.

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