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Ausschuss benennt erste Zeugen

„Friesenhof“ Ausschuss benennt erste Zeugen

Noch bestimmen eher formale Fragen die Arbeit des „Friesenhof“-Untersuchungsausschuss. Noch sind die Sitzungen nicht-öffentlich. Doch zumindest ein erster Zeitplan steht. Im „Friesenhof“-Untersuchungsausschuss werden voraussichtlich Ende November die ersten Zeugen gehört.

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Der „Friesenhof“-Untersuchungsausschuss (PUA) hat am Montag in nicht-öffentlicher Sitzung erste Zeugen benannt.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Darauf haben sich die Ausschussmitglieder in nicht-öffentlicher Sitzung verständigt, wie die PUA-Vorsitzende Barbara Ostmeier (CDU) am Montag sagte. Auch über den Betroffenheitsstatus verschiedener Personen sei Einvernehmen erlangt worden. Details nannte Ostmeier nicht, weil darüber Stillschweigen vereinbart worden sei.

Die voraussichtlich ersten fünf Zeugen sollen für die übernächste Sitzung am 30. November geladen werden. Doch damit sie auch befragt werden können, müssten zuvor Akten gesichtet werden, sagte Ostmeier.

Bei der parlamentarischen Aufarbeitung der Vorfälle rund um die mittlerweile geschlossenen „Friesenhof“-Mädchenheime solle chronologisch vorgegangen werden. Begonnen wird demnach mit den konkreten Vorkommnissen in den zwei „Friesenhof“Heimen für Mädchen mit Suchtproblemen oder krimineller Vergangenheit in Dithmarschen, die Anfang Juni geschlossen worden waren. Es fehlte an Fachpersonal. Zudem gab es Berichte über erniedrigende pädagogische Methoden. Auch von sexuellem Missbrauch, gezieltem Schlafentzug und Kontaktsperren war die Rede. Der Untersuchungszeitraum des Ausschusses soll bis 2007 zurückreichen.

Derzeit laufen gegen mehrere frühere Mitarbeiter staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, unter anderem wegen Körperverletzung und sexuellen Missbrauchs. Details der Affäre gerieten scheibchenweise an die Öffentlichkeit. Die Heimaufsicht des Landes und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) gerieten auch deshalb unter Druck. Die Opposition wirft dem Ministerium und Alheit Missmanagement vor: Es sei zu spät und unzureichend im Fall „Friesenhof“ reagiert worden. Auch die Aktenführung wurde von der Opposition kritisiert.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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