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Landesgartenschau beginnt in einem Monat

Frühlingserwachen in Eutin Landesgartenschau beginnt in einem Monat

Buddeln, pflanzen, hämmern — auf dem Gelände der Landesgartenschau in Eutin laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Am 28. April öffnet die Schau ihre Tore. Das Motto lautet „Eins werden mit der Natur“.

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Blick auf das Gelände der Landesgartenschau in Eutin.

Quelle: Carsten Rehder/ dpa

Eutin. Einen Monat vor der Eröffnung der Landesgartenschau in Eutin herrscht auf dem Gelände am Großen Eutiner See Hochbetrieb. Am Haupteingang pflanzen Gärtner blaue und weiße Stiefmütterchen, hinter einem der Kassenhäuschen stehen weitere Stiegen mit Frühlingsblumen bereit. Ein Stück weiter werden Hausfassaden als Kulissen für Hausgärten gezimmert, auf dem Bauhofareal räumt ein Gärtner den Winterschutz von den Rosenbeeten. „Es gibt noch jede Menge zu tun, aber bis die ersten Besucher kommen, sind wir fertig“, sagt Projektleiterin Stephanie Bolz. Am 28. April öffnet die Schau ihre Pforten, am 30. April will Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sie offiziell eröffnen.

„Schon im Dezember haben die Gärtner rund 160 000 Blumenzwiebeln in die Erde gebracht und ungefähr 1200 Rosen gepflanzt“, sagt Bolz. Dazu kommen jetzt rund 3000 Quadratmeter Staudenpflanzungen und 3500 Quadratmeter mit jahreszeitlich wechselnden Blumen von Tausendschönchen im Frühling bis zu Chrysanthemen im Herbst. „Auf einer Fläche von 27 Hektar — das entspricht etwa 38 Fußballfeldern - präsentieren wir Gartenkunst in all ihren Facetten“, erzählt die Sprecherin der Landesgartenschau, Kerstin Merx.

Ein Rosen- und Wassergarten

Der neu gestaltete Süduferpark zeigt Beispiele moderner Gartengestaltung mit Haus- und Kulturgärten. Der Ende des 18. Jahrhunderts nach englischem Vorbild gestaltete Park des Eutiner Schlosses steht für die historische Gartenkunst. Die Stadtbucht des Großen Eutiner Sees lockt als moderner Grünbereich mit einem weitläufigen Holzdeck, einem Rosen- und einem Wassergarten. Nördlich davon bietet der sogenannte Seepark vielfältige Freizeitmöglichkeiten vom Spielplatz bis zum Badestrand.

„Passend zum Motto „Eins werden mit der Natur“ vernetzt die Gartenschau revitalisierte historische Erholungsräume mit sanierten urbanen Bereichen. Das macht die besondere Vielfalt aus“, sagt Bolz, die als Garten- und Landschaftsplanerin die Schau mitgestaltet hat. „Meine persönlichen Highlights sind die Kulturgärten, die Gartenbaustudenten passend zu Eutiner Kulturthemen gestaltet haben, und der wiederbelebte Küchengarten, in dem einst Trauben, Ananas und Pfirsiche für die herzogliche Tafel kultiviert wurden.“ Zur Landesgartenschau sollen dort alte Obst- und Gemüsesorten geerntet und in der Schauküche verarbeitet werden.

5500 Tageskarten verkauft

Die Landesgartenschau Eutin ist die dritte in Schleswig-Holstein nach den Veranstaltungen in Schleswig 2008 und Norderstedt 2011. In den 159 Tagen bis zum 3. Oktober hoffen die Veranstalter auf etwa 600 000 Besucher. Bislang seien rund 9500 Dauerkarten und 5500 Tageskarten verkauft worden, die zugleich freien Eintritt ins Eutiner Schloss gewähren, sagt Merx.

Für die Stadt Eutin ist die Landesgartenschau auch Standortwerbung und Motor für die Stadtentwicklung. „Mit Blick auf die Gartenschau investieren wir rund 20 Millionen Euro aus Städtebauförderungsmitteln in den Stadtumbau“, sagt Eutins Stadtmanagerin Kerstin Stein. „Diese Förderung, die den Bürgern und der lokalen Wirtschaft zugutekommt, hätten wir ohne diese Veranstaltung nie bekommen.“

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