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Lübecker Handschrift in Russland entdeckt

Fund aus dem Mittelalter Lübecker Handschrift in Russland entdeckt

Eine verschollene Lübecker Handschrift aus dem Jahr 1294 ist in der russischen Stadt Jurjewetz an der Wolga entdeckt worden. Nach russischer Gesetzeslage sei eine Rückführung nach Lübeck jedoch nicht möglich, teilte die Hansestadt am Dienstag mit.

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Blick über Lübeck: In Russland wurde eine mittelalterliche Lübecker Handschrift entdeckt.

Quelle: Elmar Hartmann/ Picture Alliance ( Archiv)

Lübeck. Die kostbare Handschrift soll deshalb mit finanzieller Unterstützung einer Lübecker Stiftung in Moskau restauriert werden. Die aus 99 Pergamentblättern bestehende Gesetzessammlung war 1942 zusammen mit anderen Archivalien in das Salzbergwerk Gröna bei Bernburg in Sachsen-Anhalt ausgelagert worden. Wie das Buch in die rund zwölf Autostunden von Moskau entfernte Kleinstadt gelangte, wo es von der Germanistin Natalija Ganina entdeckt wurde, ist nach Angaben der Hansestadt Lübeck nicht bekannt.

Die mit aufwendigen Initialen verzierte und farbig gestaltete Handschrift wurde nach Angaben des Lübecker Archivs im Auftrag des reichen Tuchhändlers Albrecht von Bardewiek angefertigt, der von 1291 bis zu seinem Tod 1333 im Lübecker Rat saß. Nach Ansicht deutscher und russischer Experten handelt es sich um eine inhaltlich und qualitativ einzigartige mittelalterliche Handschrift, sagte eine Stadtsprecherin.

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