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Vorbereitungen am Hamburger Flughafen

G20-Gipfel Vorbereitungen am Hamburger Flughafen

Donald Trumps Air Force One und etliche weitere Regierungsflugzeuge werden im Juli beim G20-Gipfel auf dem Hamburger Flughafen landen. Eine 14-köpfige Sondertruppe ist schon mit den Vorbereitungen zu dem Großereignis beschäftigt. Der reguläre Flugverkehr soll möglichst wenig beeinträchtigt werden.

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Der reguläre Flugbetrieb am Hamburger Flughafen soll während des G20-Gipfels im Juni möglichst wenig beeinträchtigt werden. Eine Sondertruppe probt schon jetzt.

Quelle: Christian Charisius/dpa (Archivbild)

Hamburg. Der 7. und 8. Juli werden in diesem Jahr Festtage für sogenannte Planespotter, die möglichst viele verschiedene Flugzeuge vor die Kamera bekommen wollen. Bei dem Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) werden auf dem Hamburger Flughafen zahlreiche Sonder- und Regierungsflugzeuge erwartet, darunter die US-amerikanische Präsidentenmaschine Air Force One.

„Wir freuen uns auf diese besondere Herausforderung“, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler der Deutschen Presse-Agentur. Eine 14-köpfige Sondertruppe ist schon jetzt mit den Vorbereitungen zu dem Großereignis beschäftigt; kurz vor der heißen Phase wird sie auf 30 Personen aufgestockt. Problem: Die Ankunft und der Abflug der Sondermaschinen ist nicht so exakt planbar wie der Linienverkehr. „Unser Ziel ist es, dass der reguläre Flugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt wird“, sagte Eggenschwiler.

Zahl der Passagiere steigt kontinuierlich

Mit mehr als 16 Millionen Passagieren hat der Hamburger Flughafen Helmut Schmidt abermals ein Rekordjahr hinter sich und ein Wachstum von rund 3,9 Prozent erreicht. Der Trend dürfte nach Eggenschwilers Einschätzung auch in den nächsten Jahren anhalten. „Fliegen ist für viele Menschen Alltag geworden“, sagte er. „Die Nachfrage nach Flugleistungen entwickelt sich.“

Dazu habe auch der Verfall der Flugpreise stark beigetragen, der das Fliegen für breite Kreise der Bevölkerung erschwinglich gemacht habe. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres legten die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr nochmals um neun Prozent zu, doch dürfte dieses Tempo nicht über das gesamte Jahr anhalten.

Der Hamburger Flughafen müsse sein Wachstum unter den vorgegebenen räumlichen Grenzen durch stetige Verbesserungen erreichen. „Wir haben heute fast 30 Prozent mehr Passagiere als 2007, aber sieben Prozent weniger Flüge“, sagte Eggenschwiler. Das Fluggerät sei zudem immer leiser geworden und der Flughafen fördere diese Tendenz durch seine Gebührengestaltung. Ein Ziel sei es, die Zahl der verspäteten Flüge zwischen 23 und 24 Uhr so gering wie möglich zu halten.

Volkspetition für verlängertes Nachtflugverbot

Gegenwärtig sammeln Fluglärmgegner Unterschriften für eine Volkspetition, mit der ein verlängertes Nachtflugverbot erreicht werden soll. Sollten 10 000 Unterschriften zusammenkommen, müsste sich die Bürgerschaft mit dem Anliegen beschäftigen.

In den nächsten Jahren bis 2020 investiert der Hamburger Flughafen 120 Millionen Euro in die Erneuerung seines Vorfelds. Zudem werden neue Fluggastbrücken und Gebäude errichtet. Mit den neuen Doppelfluggastbrücken könnte der Flughafen künftig auch Großflugzeuge bis hin zum Airbus A380 abfertigen. „Das Potenzial ist vorhanden“, sagte Eggenschwiler. Die Hoffnungen richten sich auf die Emirates-Verbindung zwischen Hamburg und Dubai, die eventuell einmal mit einem A380 bedient werden könnte.

Im Sommer wieder Direktflug nach New York

Im Sommerflugplan ist auch wieder ein Direktflug nach New York mit United vorgesehen. Für eine dauerhafte Verbindung über das ganze Jahr reichen die Passagierzahlen noch nicht. „Dazu muss Hamburg in den USA bekannter werden“, sagte der Flughafenchef.

dpa

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