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Staatsanwaltschaft klagt Baggerfahrer an

Gasexplosion in Itzehoe Staatsanwaltschaft klagt Baggerfahrer an

Gegen einen Baggerfahrer, der im März 2014 eine Gasexplosion in Itzehoe mit vier Toten und elf Verletzten ausgelöst haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Dem Mann werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, so Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen.

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Unmittelbar nach der Explosion im März 2014 suchten Polizisten an der Unglücksstelle in Itzehoe nach der Ursache.

Quelle: Frank Peter (Archiv)

Itzehoe. Außerdem ist der Baggerfahrer wegen des Vorwurfs des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt. Dem Beschuldigten drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Auch ein Vorarbeiter wurde angeklagt. Über die Eröffnung des Verfahrens müsse jetzt das Gericht entscheiden, erklärte Dreeßen. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord über die Anklage berichtet.

Die Schaufel des Baggers hatte bei Bauarbeiten am 10. März 2014 eine Gasleitung zerstört. Ein Mehrfamilienhaus stürzte zusammen, weitere Häuser in der Nachbarschaft wurden stark beschädigt.

Baggerfahrer hätte mit der Hand schaufeln müssen

Das Gasrohr sei in den Katasterkarten, die der Baggerfahrer hatte, nicht eingezeichnet gewesen, sagte Dreeßen. Deshalb hätte der Mann die Baggerarbeiten stoppen und mit der Hand weiterschaufeln müssen. Stattdessen setzten beide Männer den Angaben zufolge ihre Arbeit fort und zerrissen dabei das Rohr. Der Baggerfahrer wurde durch die Explosion schwer verletzt.

Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft auch gegen Mitarbeiter der Stadtwerke ermittelt, weil das Gasrohr nicht in Karten verzeichnet war. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Es habe sich nicht klären lassen, wer für den Übertragungsfehler verantwortlich war.

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Amtsgericht
Foto: Trümmer nach der Explosion in Itzehoe 2014: Jetzt soll die Verantwortung verhandelt werden.

Zwei Mitarbeiter einer Tiefbaufirma müssen sich wegen des Explosionsunglücks in der Innenstadt Itzehoe im März 2014 vor dem Amtsgericht Itzehoe verantworten. Der Prozess solle am 16. November beginnen, sagte ein Gerichtssprecher. Bei dem Unglück waren vier Menschen getötet und elf verletzt worden.

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