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Mehr als 20 000 Babys in Schleswig-Holstein

Geburten Mehr als 20 000 Babys in Schleswig-Holstein

2015 sind in Schleswig-Holstein wieder mehr Babys geboren worden – zum zweiten Mal in Folge. Seit 2013 haben die Geburtenzahlen damit um rund neun Prozent zugenommen.

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Immer mehr Babys: Verbesserte Berufsmöglichkeiten für Eltern lassen die Geburtenzahlen in Schleswig-Holstein steigen.

Quelle: dpa

Kiel. „Die Trendwende ist offenbar geschafft“, sagt Dr. Markus Kuther, Chefarzt im Städtischen Krankenhaus Kiel, dem Spitzenreiter bei den Geburten im Land, „erstmals seit Langem ist bei uns die Zahl der 25- bis 29-jährigen Gebärenden wieder gestiegen.“

Das Städtische Krankenhaus meldet 1872 Geburten, gefolgt von 1744 Geburten in der Diakonissenanstalt Flensburg und dem Marienkrankenhaus in Lübeck (1505). Insgesamt sind 20325 Geburten angegeben worden – 2013 waren es 18637. „Und dieser Anstieg ist nicht auf die Flüchtlinge zurückzuführen. Das wird sich erst in diesem Jahr auswirken“, sagt Kuther.

Zahl könnte sogar noch steigen

Allerdings gibt die Zahl das Geschehen noch nicht vollständig wieder. „Wenn man die Zwillings- und Mehrlingsgeburten auswertet, sind es noch einige Babys mehr“, sagt Oliver Grieve vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Dort hat man dies bereits getan und ist auf 1483 Babys in der Lübecker und 1456 Neugeborene in der Kieler Uniklinik gekommen. Das sei angesichts der Baumaßnahme eine unerwartete Steigerung, sagt Prof. Nikolai Maass, Direktor der Kieler Uniklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Größter Gewinner ist das Kreiskrankenhaus Preetz mit einer Steigerung von über 19 Prozent (im Vergleich zu 2014) auf 481 Geburten. Die Geburtsstation Eckernförde, die beinahe geschlossen worden wäre, konnte einen Anstieg um 13 Prozent vermelden: 690 Geburten gab es dort. Um zwölf Prozent legte das Diakonissen Krankenhaus Flensburg zu. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass nach der Schließung der Geburtsstation auf Sylt viele Nordfriesinnen in Flensburg entbinden. Auch der Zuwachs in Eutin und Lübeck geht zum Teil auf die Schließung der Geburtsstation in Oldenburg zurück.

Weitere positive Entwicklung: Die Kaiserschnittrate, die in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich hoch liegt, konnte im Städtischen Krankenhaus und in der Uniklinik gesenkt werden.

Geburten in Schleswig-Holstein
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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kommentar

Das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht. Deutschland wächst, Schleswig-Holstein wächst. Und das nicht nur wegen der vielen Flüchtlinge. Eine steigende Geburtenrate macht alle glücklich. Statistiker, Eltern, Großeltern, Pädagogen und Klinikpersonal. Allen voran die Familienpolitiker, die sich auf die Schulter klopfen, und ihre Politik als Begründung für diese Trendwende anführen. 

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