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Dithmarschen bereitet Tötung von 9000 Gänsen vor

Geflügelpest Dithmarschen bereitet Tötung von 9000 Gänsen vor

Nach einem Hof nahe Schleswig sollen nun auch bei einem Betrieb in Dithmarschen tausende Gänse getötet werden. Seit Sonnabend sind beide Standorte des Geflügelhalters wegen Vogelgrippe abgesperrt.

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In Dithmarschen sperrten die Behörden noch am Sonnabend die Standorte ab.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)

Kiel. Im Kreis Dithmarschen wird wegen der Geflügelpest die Tötung von insgesamt 8800 Gänsen vorbereitet. Nachdem an zwei Standorten eines Geflügel-Betriebes Vogelgrippe-Viren bei den Tieren festgestellt worden waren, könne jedoch frühestens am Dienstag damit begonnen werden, sagte ein Kreissprecher am Sonntag. „Wir sind in Kontakt mit Fachleuten, die eine entsprechende Keulung durchführen können“, sagte er. Die Tötung solle vor Ort stattfinden.

Ein Kreissprecher sprach von Ställen im „südlichen Dithmarschen“ mit 1800 und 7000 Tieren. Erst vor einer Woche hatten bereits 30.000 Hühner in einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung in Grumby nahe Schleswig getötet werden müssen.

In Dithmarschen sperrten die Behörden noch am Sonnabend die Standorte ab. Die Feuerwehr baute an einem der Ställe Fahrzeugschleusen mit Desinfektionsmittel auf, wie der Kreissprecher sagte. Dort seien wegen Bauarbeiten zahlreiche Autos rein- und rausgefahren. Wegen der Stallpflicht, die nach Ausbruch der Vogelgrippe erlassen wurde, habe der Geflügelhalter den Unterstand noch kurzfristig herrichten lassen. Im Kreishaus berieten am Sonntag Veterinäre, Ordnungsbehörden, Katastrophenschutz und Polizei über das weitere Vorgehen, um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Zwar ist nach Angaben des Sprechers noch unklar, ob es sich um den hochpathogenen Erreger H5N8 handelt - Untersuchungen beim Friedrich-Löffler-Institut laufen. Bereits beim Nachweis niedrigpathogener Grippeviren ist jedoch die Tötung des Bestandes gesetzlich vorgeschrieben. Subtypen der Viren H5 und H7 könnten in Geflügel spontan mutieren, hieß es aus dem Landeslandwirtschaftsministerium zur Begründung. „Es gilt, eine mögliche Interaktion der Viren zu verhindern“, teilte Agrarminister Robert Habeck (Grüne) mit.

Insgesamt ist in Schleswig-Holstein bislang sieben Kreisen der Geflügelpest-Erreger nachgewiesen worden: Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Plön, Segeberg, Herzogtum Lauenburg, Lübeck.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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