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Nordfriesland droht mit Zwangsschlachtung

Geflügelpest Nordfriesland droht mit Zwangsschlachtung

Einige Hobby-Geflügelhalter in Nordfriesland wehren sich gegen die wegen der Vogelgrippe erlassene Stallpflicht. Die jeweils bis zu 25 Tiere der Halter leben demnach weiterhin im Freien, obwohl die hoch ansteckende Geflügelpest grassiert.

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Hobby-Geflügelhalter aus Nordfriesland werden aufgeordert, ihre Hühner, Gänse oder Enten unterzustellen.

Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Husum. Kreisveterinär Dieter Schulze reagierte empört: „Es ist unfassbar. Einen so bodenlosen Leichtsinn und eine solche Verantwortungslosigkeit angesichts einer Tierseuche habe ich noch nicht erlebt.“ Die Besitzer werden nun per Brief aufgeordert, ihre Hühner, Gänse oder Enten unterzustellen. Ihnen drohe mindestens 500 Euro Bußgeld.

Bereits jetzt droht die Verwaltung damit, den Bestand zwangsweise schlachten zu lassen. Dies werde derzeit rechtlich geprüft. Der Kreis wies die Halter auch auf mögliche Schadenersatzforderungen hin - falls sich das Virus über die Kleintierhaltung ausbreiten und Schaden anrichten sollte. Dies könnte „den Betroffenen vollständig ruinieren“, warnte der Kreisveterinär. In Nordfriesland gibt es rund 1800 Geflügelhalter, darunter 1600 kleine.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Um die Ausbreitung der gefährlichen Variante des Geflügelpest-Erregers H5N8 zu verhindern, gelten ab Donnerstag besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter. Nachdem am 9. November die Stallpflicht eingeführt wurde, geht es jetzt um verschärfte Schutzmaßnahmen.

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