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Hotelgast bekommt Schmerzensgeld

Gegen Glaswand gelaufen Hotelgast bekommt Schmerzensgeld

Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht hat einen Hotelbetreiber zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz verurteilt, weil dieser eine Glaswand in einer Drehtür nicht ausreichend markiert hatte.

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Nach Auffassung des OLG verstieß der Hotelbesitzer gegen die so genannte Verkehrssicherungspflicht.

Quelle: Christophe Gateau/dpa (Archiv)

Schleswig/Lübeck. Wer eine gläserne Drehtür in eine Glaswand einbaut, muss die durchsichtige Wand links und rechts in Augenhöhe deutlich markieren. Es reicht nicht, die gläserne Wand mit einem mehrere Zentimeter breiten, weißen Rahmen einzufassen. Mit dieser Begründung verurteilte das Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht einen Hotelbetreiber zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz. Das teilte das OLG am Montag mit. Mit seiner Entscheidung vom 22. Juni 2017 hob das OLG ein anderslautendes Urteil des Landgerichts Lübeck teilweise auf. (Az. 11 U 109/16)

In dem zugrundeliegenden Fall verletzte sich ein Gast bei dem Versuch, das Hotel durch eine gläserne Drehtür zu betreten. Nach Auffassung des OLG verstieß der Hotelbesitzer gegen die so genannte Verkehrssicherungspflicht. Es reiche nicht, dass der gesamte Eingangsbereich gut erkennbar sei: «Erforderlich ist vielmehr, dass leicht zu erkennen ist, wo sich die Öffnung der Tür befindet», heißt es.

Das OLG sah jedoch ein Mitverschulden des Gastes, da die Glasfläche grundsätzlich erkennbar war. «Überdies war die Situation für die Klägerin nicht neu oder überraschend, denn sie war bereits drei Tage Gast im Hotel.»

Von KN-online

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