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Züchter wollen Tiere freilassen

Gegen Stallpflicht Züchter wollen Tiere freilassen

Den Rassegeflügelzüchtern in Schleswig-Holstein platzt der Kragen: Mindestens 15 Halter wollen am Sonnabend, 8. April, ihre Tiere aus dem Stall lassen – und damit bewusst gegen die vom Land angeordnete Stallpflicht verstoßen.

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Die Rassegeflügelzüchter wollen ihre Tiere wieder aus dem Stall lassen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Wir sehen keine andere Möglichkeit, um unsere Tiere zu schützen. Die Ställe, in denen sie seit fünf Monaten qualvoll leben müssen, heizen sich gefährlich auf“, sagt Mathias Güthe, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Cimbria. Das „Aktionsbündnis Vogelfrei“ kämpft seit Monaten vergeblich für eine Änderung der Geflügelpestschutzverordnung.

Die Rebellen unter den Geflügelhaltern sehen sich zum Widerstand verpflichtet. „Wir Halter verstoßen seit Anfang November auf ministerielle Anweisung gegen das Tierschutzgesetz“, sagt eine Geflügelhalterin aus dem Süden des Landes. Sie und die Mitstreiter werfen Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) unter anderem vor, mit der Aufstallung gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoßen zu haben.

Zudem schreibe die Verordnung vor, dass die Aufstallung nach einer durch die zuständige Behörde vorgenommenen Risikobewertung zu ergehen hat, nicht aber auf Anweisung des Ministeriums. Minister Robert Habeck wollte die geplante Aktion nicht kommentieren. Seine Sprecherin Nicola Kabel betonte, dass man die Vogelgrippe-Lage laufend neu bewerte. Man sei optimistisch, dass die Aufstallung nach dem nördlichen Landesteil bald auch im restlichen Land gelockert werden könne: „Die Vorbereitungen sind bereits getroffen.“

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Die Hobby-Geflügelzüchter gehen auf die Barrikaden und lassen ihre Tiere frei. Das haben zwar schon viele Halter gemacht, aber immer heimlich, still und leise.

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