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„Tagesschau“-App droht Niederlage vor Gericht

Presseähnlicher Inhalt „Tagesschau“-App droht Niederlage vor Gericht

Im Rechtsstreit um die „Tagesschau“-App zeichnet sich vor dem Oberlandesgericht Köln eine Entscheidung zugunsten der Zeitungsverlage und gegen die ARD ab. Das Gericht stuft das Angebot wohl als presseähnlich ein. Dies wiederum ist per Rundfunkstaatsvertrag verboten.

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Ein Kölner Gericht stuft die „Tagesschau“-App wohl als presseähnlich ein.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Köln. Zwar verkündete das Gericht am Freitag noch keine Entscheidung, doch sagte der Vorsitzende Richter Hubertus Nolte, man neige dazu, der Klage der Zeitungsverlage gegen die „Tagesschau“-App für die Nutzung auf Smartphones und Tablets stattzugeben. Das Gericht stuft das Angebot der App demnach als presseähnlich ein. Der Schwerpunkt der Information erfolge über weite Strecken in Texten und stehenden Bildern, ohne dass ein Bezug auf bestimmte ARD-Sendungen erkennbar sei, sagte Nolte. Presseähnliche Angebote sind nach dem Rundfunkstaatsvertrag verboten.

Seit Jahren streiten Zeitungsverlage mit der ARD über die App. Es geht konkret um die Frage, ob das Angebot der „Tagesschau“-App am Beispieltag 15. Juni 2011 presseähnlich gewesen ist. Der Bundesgerichtshof hat dem Kölner Gericht dafür bestimmte Vorgaben gemacht.

Die Zeitungsverleger betrachten die App als unfaire Konkurrenz für ihre eigenen Online-Angebote. Die ARD bestreitet dies und pocht darauf, dass die „Tagesschau“ auf allen relevanten Endgeräten präsent sein müsse.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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