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Geständnis nach tödlicher Messerstecherei

Sylt Geständnis nach tödlicher Messerstecherei

Nach der Bluttat in einer Sylter Flüchtlingsunterkunft gibt es ein Geständnis. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen psychisch kranken Mann handeln. Das Opfer stammte aus Somalia. Beide Männer trafen auf der Nordseeinsel durch Zufall zusammen.

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Im Fall des getöteten Asylbewerbers auf Sylt gab es jetzt ein Geständnis.

Quelle: Simone Steinhardt/dpa

Westerland. Nach der tödlichen Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft auf Sylt hat der mutmaßliche Täter ein Geständnis abgelegt. „Der 26-Jährige hat die Tat eingeräumt“, sagte die Flensburger Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Herkunft des Mannes ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Es spricht laut Staatsanwaltschaft aber einiges dafür, dass er aus dem Jemen stammt. „Es gibt Hinweise darauf, dass er unter einer psychischen Erkrankung leidet“, sagte Stahlmann-Liebelt. Täter und Opfer hielten sich seit Mitte vergangenen Jahres in Deutschland auf.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 21-jährigen Somalier, der in Bayern einen Asylantrag gestellt hat. Die Staatsanwaltschaft geht von einem zufälligen Zusammentreffen beider Männer in dem Raum aus, in dem es am Mittwochmorgen zu der Auseinandersetzung kam. „Wir wissen nichts darüber, dass sich die beiden vorher schon einmal unterhalten hatten“, sagte Stahlmann-Liebelt. „Das Opfer war vermutlich auf Sylt bei Familienangehörigen zu Besuch.“

Am Donnerstag beantragte die Staatsanwaltschaft Flensburg die Unterbringung des Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Einrichtung. Darüber sollte noch am Donnerstag ein Gericht entscheiden. Der Leichnam des Somaliers wird in der Kieler Rechtsmedizin obduziert. Ein Ergebnis lag am Donnerstag noch nicht vor.

Die Auseinandersetzung hatte sich am Mittwochmorgen in einem Flüchtlingsunterkunft mitten in einem Westerländer Wohngebiet abgespielt. In dem früher als Obdachlosenheim genutzten Haus sind etwa 30 Menschen untergebracht — Flüchtlinge aus mehreren Nationen und auch einige Deutsche. Bereits unmittelbar nach der Tat nahm die Polizei den 26-Jährigen nach kurzer Flucht fest. Das durch den Angriff schwer verletzte Opfer war trotz Wiederbelebungsversuchen noch im Flüchtlingsheim gestorben.

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