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Mehr Schutz für Vögel in der Ostsee

Habeck einig mit Wassersportlern Mehr Schutz für Vögel in der Ostsee

 In der schleswig-holsteinischen Ostsee meiden Wassersportler künftig im Winterhalbjahr bestimmte Gebiete, wenn dort viele Meeresvögel rasten und Nahrung suchen.

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Der Vereinbarung war eine zähe Debatte speziell um Einschränkungen für Kitesurfer vorangegangen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel.  Das ist der Kern einer Vereinbarung, die Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag in Kiel mit dem Deutschen Segler-Verband (DSV) unterzeichnet hat. Es geht um den Zeitraum vom 16. November bis 1. März. Dann benötigen die Wasservögel laut Umweltministerium besondere Ruhe, um den Winter gut zu überstehen und im Frühjahr gut ernährt den Heimflug in die nordischen Brutgebiete antreten zu können.

Der DSV und weitere der Vereinbarung beigetretene Verbände riefen ihre Mitglieder auf, sich an die Regeln zu halten, damit das Ministerium keine weitergehende Maßnahmen ergreift. Vorausgegangen war eine zähe Debatte speziell um Einschränkungen für Kitesurfer. Große Teile der schleswig-holsteinischen Ostsee sind Europäische Vogelschutzgebiete zum Beispiel zum Schutz von Eider- und Trauerente, aber zum Teil auch wichtige Wassersportreviere.

„Wenn wir bestimmte Regeln einhalten, sind Vogelschutz und Wassersport sehr gut miteinander vereinbar“, sagte Habeck. „Wir hoffen, dass es durch diese freiwillige Vereinbarung gelingt, ordnungsrechtliche Verbote für die sensiblen Schutzzonen zu verhindern“, sagte DSV-Präsident Andreas Lochbrunner. „Es ist nachvollziehbar, dass die Vögel im Winter ihre Ruhe brauchen.“ Und es sei gut, dass alle Wassersportarten – ob motor-, wind- oder muskelbetrieben – gleichbehandelt werden.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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